Rita Zöller aus Hemleben fertigt dekorative Kunst aus Reißverschlüssen an

Hemleben  Rita Zöller aus Hemleben hat festgestellt, dass sich mit Reißverschluss-Resten aus Heiligenstadt sehr schöne Dinge basteln lassen.

Rita Zöller aus Hemleben stellt aus Resten von Reißverschlüssen aus Heiligenstadt filigrane Kunstwerke her.

Rita Zöller aus Hemleben stellt aus Resten von Reißverschlüssen aus Heiligenstadt filigrane Kunstwerke her.

Foto: Jürgen Backhaus

Das Eichsfeld war bei einem Bauernmarkt auf dem Gut Bismarck in Braunsroda kurz vor Ostern nicht nur mit seinen Würsten vertreten. Den Verkaufsstand einer Werkstatt für Menschen mit Behinderung, des Gutshofes Hauteroda, hatte dessen Mitarbeiterin Rita Zöller mit einem besonderen Osterei dekoriert. Gefertigt war dieser aus Reißverschlusshälften.

Verwendet hatte Rita Zöller dafür Produktionsreste aus der Firma Heiligenstädter Reißverschluss GmbH & Co.KG, die die große Heiligenstädter Reißverschluss-Tradition weiterführt.

Rita Zöller, die gern bastelt, hatte die ersten Abfallstücke vor einigen Jahren von ihrem Mann bekommen, der bei der Straßen- und Tiefbaufirma Mütze und Rätzel aus Wohlmirstedt arbeitet. Damals habe das Unternehmen für die Reißverschlussfirma in Heiligenstadt eine Straße gebaut. Im Gespräch mit einem der beiden Geschäftsführer habe es sich ergeben, dass ihm solche Stücke übergeben wurden, berichtet Rita Zöller. „Ich habe mir gedacht: Daraus lässt sich bestimmt etwas Schönes machen“, erinnert sie sich.

Es dauerte nicht lange, bis sich für die künstlerische Verwendung eine Inspiration einstellte. „Ich nehme einen Styropor-Körper und befestige daran gebogene Stücke der Reißverschlüsse, die es ja in ganz verschiedenen Farben gibt, mit Stecknadeln“, erläutert die Hobbykünstlerin. Wie sie unserer Zeitung erzählte, hatte sie dafür keinerlei Vorbilder gekannt. „Ich habe mir das ganz allein ausgedacht“, sagt die Hemlebenerin.

Auf diese Weise entstanden nicht nur solch schöne, teilweise metallisch glänzende Ostereier, sondern zum Beispiel auch Herzen, Wandringe, Ketten, Ohrringe und Anstecker.

Mitunter nimmt sie auch mal Kleber zu Hilfe, und auch Holzblöcke hat sie schon als Unterlage benutzt. Meist nimmt sie aber weiterhin Styropor und zum Befestigen Stecknadeln.

Meist verschenkt sie die so entstandenen Stücke. Aber zum Beispiel im Bad Frankenhäuser Geschäft „Kunsterbunt“ fanden sich auch zahlende Abnehmer, darunter Kurgäste. Und für einige weitere Dekoartikel aus Reißverschlussresten aus dem Eichsfeld hat sie gegenwärtig noch einen gewissen Vorrat.

„Ich wüsste nicht, dass das noch jemand anderes macht“, nimmt die Hobbybastlerin an, dass ihre Reißverschlusskunst bisher einzigartig sein dürfte. In Heiligenstadt, da wo das ungewöhnliche Material entstand, war Rita Zöller inzwischen auch schon – bei einem Sommernachtsball, von dem sie sehr positive Eindrücke mitgenommen hat. Und auch mit der kleinen Pension, in der übernachtet wurde, war sie sehr zufrieden.

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