Straßenübernahme in Blankenhains Wohngebiet ist beurkundet

Blankenhain. Die Straßen in Blankenhains Wohngebiet Vor dem Buckel sind in städtischer Hand. Bürgermeister Klaus-Dieter Kellner beurkundete gestern in Eisenberg deren Übernahme.

Blankenhains Stadtzentrum aus der Luft. Zu sehen sind: Schloss, Rathaus, Kirche und die alte Schule. Foto: Michael Baar

Blankenhains Stadtzentrum aus der Luft. Zu sehen sind: Schloss, Rathaus, Kirche und die alte Schule. Foto: Michael Baar

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Die Stadt hatte die Straßen fertiggestellt, nachdem der private Bauträger die Segel strich. Sie gehören zu einer Reihe von ungeklärten Grundstücksverhältnissen, mit denen sich die Stadt seit Jahren beschäftigt.

So wird sich die Stadt jetzt über ein Grundstück im Gewerbegebiet mit dem Freistaat aus­einandersetzen. In diesem Fall waren die Eigentümer in Insolvenz gegangen, schuldeten der Stadt aber Erschließungsbeiträge. Während ein Eigentümer der Rückübertragung zustimmte, verweigerte ein anderer diese. Inzwischen ist er jedoch verstorben, die Erben schlugen ob der Schulden das Erbe aus, so dass die Immobilie an das Land fiel.

Blankenhains Haushalt fehlen derzeit rund 2,18 Millionen Euro, um ausgeglichen zu sein. So ist die Stadt auf Bedarfszuweisungen des Freistaates angewiesen, hatte der Bürgermeister beim Neujahrsempfang am Dienstag betont. Vom Haushalt hängen eine ganze Reihe notwendiger Investitionen ab.

Im Bereich der freiwilligen Feuerwehren sind Anschaffungen im Wert von 18.000 Euro vorgesehen. Zudem muss wenigstens die Planung für das Feuerwehrgerätehaus von Keßlar erstellt werden. Die Finanzierung ist aber noch nicht geklärt.

Die Fluten des Vorjahres riefen auch seit Jahren notwendige Hochwasserschutzmaßnahmen im Bereich der Schwarza ins Gedächtnis. 2014 sollen sie umgesetzt werden. Schwerpunkte: Rottdorf und Krakendorf.

Blankenhains Oststraße, die Dorfstraße in Drößnitz und ein Teil der Straße von Krakendorf in Richtung Landesstraße 1060 werden eine neue Deckschicht erhalten. An Blankenhains Schlossmauer muss dagegen eine Standsicherung durchgeführt werden, auch weil Nachbargrundstücke bedroht sind.

Von Jenawasser erhofft sich Blankenhain in diesem Jahr viel. So soll in Rettwitz eine neue Kläranlage entstehen, in Thangelstedt ein Schmutzwassersammler, ebenso in Blankenhains Oststraße und in der Siedlungsstraße. Kellner erwartet, dass der erste Bauabschnitt für den abwassertechnischen Anschluss von Saalborn in der zweiten Jahreshälfte beginnt. Für die Entwässerung der Heimstätten, der Friedhofstraße, am Waldbad, von Großlohma und Neckeroda beginnen 2014 zumindest die Planungen.

"Da die Stadt sich an den meisten Maßnahmen beteiligen muss, hängt vieles an den finanziellen Möglichkeiten", so der Bürgermeister. - Das mögliche neue Wohngebiet am alten Sägewerk hängt derweil vor allem davon ab, ob sich genügend Bauwillige finden. Die Interessenbekundung soll demnächst noch einmal im Amtsblatt ausgeschrieben werden. Je nach Ergebnis könne ein Bebauungsplan aufgestellt werden.

Umziehen will dem Vernehmen nach derweil der Aldi-Markt, wenn der Mietvertrag für das jetzige Objekt ausgelaufen ist. Dafür ist ein Neubau im Bereich des Rewe-Marktes vorgesehen. Weniger konkret sind die Aussichten für das Diakonie-Projekt "Am Kirchplatz" und die Ortsdurchfahrt Lohma. Erstere ruht, Letztere muss auf ein Gespräch Ende des Monats warten.

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