Treffurter wollen Fahrstuhl für Burg Normannstein

Treffurt. Der Aufstieg zur Burg Normannstein bei Treffurt soll in Zukunft ohne Hindernisse möglich sein. Daher haben sich die Treffurter an die Regionale Aktionsgruppe Leader gewandt. Diese entscheidet über die nächsten geförderten Projekte bis ins Jahr 2015.

Steil geht es zur Burg hinauf. Für Behinderte schwer zu erklimmen. Foto: Archiv/ A. Volkmann

Steil geht es zur Burg hinauf. Für Behinderte schwer zu erklimmen. Foto: Archiv/ A. Volkmann

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Eine Hochzeit ohne Hindernis auf dem Hof der Burg "Normannstein", dieses Ziel setzte sich die Stadt. Derzeit ist das noch nicht so ohne Weiteres möglich. Zwar gibt es ein Zeltdach auf dem Hof als Voraussetzung für eine Trauung, aber für Behinderte ist es oft sehr schwer, dorthin zu gelangen. Ein Fahrstuhl oder ein Lift wären eine Lösung.

Aber das kostet. Mit Gesamtkosten in Höhe von 130 000 Euro wird gerechnet. Das kann die Stadt nicht stemmen. Im Haushalt wurde bereits Geld dafür verplant, doch ohne Förderung geht das nicht. Doch es gibt Hoffnung: Treffurt stellte einen Antrag an die Regionale Aktionsgruppe Leader (RAG) der Wartburgregion. Würde dem stattgegeben, dann müsste Treffurt nur noch 45 000 Euro aufbringen. Das wäre machbar.

Die Entscheidung über insgesamt 28 Förderanträge trifft die Regionale Aktionsgruppe am 27. Februar. Eingereicht wurden die Projekte im Herbst vergangenen Jahres. Nicht alle Anträge können berücksichtigt werden. Dafür reicht das Geld aus dem Europäischen Landwirtschaftsfonds nicht aus, informiert Mirko Klich von der RAG und gibt Kriterien bekannt, die hilfreich sind.

Es werden diejenigen Projektanträge ausgewählt, die von "regionaler oder besonderer Bedeutung für die Entwicklung des jeweiligen Ortes sind".

Bürgermeister Reinz ist bester Hoffnung, dass das Treffurter Projekt nun endlich umgesetzt werden kann. Denn bereits vor einigen Jahren war der Versuch das erste Mal gestartet worden. Die Idee fürs barrierefreie Erreichen der Burg ist nicht neu. Da mittlerweile sehr viel Wert auf behindertengerechten Zugang von öffentlichen Einrichtungen gelegt wird, scheint der Normannstein gute Aussichten zu haben.

Freifläche Rokoko-Kirche ebenfalls beantragt

Außerdem war Mirko Klich von der RAG auch schon auf der Burg.

Was planen die Treffurter nun konkret? Fahrstuhl oder Lift? Ein aufrechter Fahrstuhl scheint am besten geeignet. Für diesen gib es auch die Kostenkalkulation. Das Trauzimmer im Turm selbst einzubeziehen, ist nicht möglich. Dies wäre einfach zu aufwendig. Außerdem hat der Denkmalschutz da noch ein Wörtchen mitzureden.

Ein Zugang ohne Hindernisse für Jedermann zur Burg ist nicht nur für Hochzeiten von Interesse, auch den Besucher der Burg an sich würde das zugute kommen. Außerdem zeigt die Anzahl der Trauungen in Treffurt eine steigende Tendenz an. Waren es vor zwei Jahren noch 28 Paare, die sich auf der Burg das Ja-Wort gaben, so wurden im Vorjahr 52 gezählt.

Verschiedene Themen sind für den Zeitraum 2013 bis 2015 bei der Antragsstellung vorgegeben, wie beispielsweise "Junges Wohnen im Dorf", "Lebenswert altern im Dorf durch eine starke Gemeinschaft" oder auch "Neue Angebote, Produkte und Dienstleistungen im ländlichen Raum".

Private Vorhaben der Dorferneuerung waren ebenfalls möglich. So gehört die Sanierung einer Verkaufsstelle und der Umbau zu einem Bürohaus in Wenigenlupnitz dazu. Ebenso die Freiflächengestaltung der Rokoko-Kirche in Berka/Hainich

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