Vergabebeschwerde für Breitbandausbau im Kreis Nordhausen zieht sich hin

Nordhausen.  Das Vergabeverfahren für schnelles Internet ist so komplex, dass nun auch der Landkreis Nordhausen damit seine Probleme bekommt.

Die Südharzer lechzen nach einem Ausbau mit der Glasfasertechnik.

Die Südharzer lechzen nach einem Ausbau mit der Glasfasertechnik.

Foto: Uwe Anspach / dpa

Der Traum vom schnellen Internet wird im Landkreis Nordhausen langsam geträumt. Der Grund ist nicht fehlendes Geld – der Bund stellt Milliarden –, sondern komplexe Vergabeverfahren für die Firmen, die den Breitbandausbau stemmen sollen. Ein unterlegener Mitbewerber hat im Südharz auf alle vier Lose des Verfahrens mit Vergabebeschwerde reagiert (wir berichteten). Zum Stand dieses Verfahrens gab es nun noch schlechte Neuigkeiten von Gunnar Reuter, dem Geschäftsführer der kreiseigenen Service-Gesellschaft: Demnach sei die Vergabekammer in Weimar aktuell überlastet, hat er in Erfahrung gebracht. „Bis Weihnachten wird der Widerspruch wohl nicht entschieden.“ Der gesamte Breitbandausbau im Südharz liege damit auf Eis, so Reuter.