Verkürzte, faire Spiele und zur Erfrischung Wasser aus dem Eimer

Sömmerda  Beim Jugend-Fußballturnier in sommerlicher Hitze zeigen sechs Mannschaften großen Sportgeist

Bevor es richtig losging, traten die Freizeitsportler gemeinschaftlich mit den Gästen aus der Politik gegen das Leder und führten somit den symbolischen Anstoß zur Eröffnung ihres 22. Jugendfußballtunier „Let´s go fair play“ im Sömmerdaer Kurt-Neubert-Sportpark durch.

Bevor es richtig losging, traten die Freizeitsportler gemeinschaftlich mit den Gästen aus der Politik gegen das Leder und führten somit den symbolischen Anstoß zur Eröffnung ihres 22. Jugendfußballtunier „Let´s go fair play“ im Sömmerdaer Kurt-Neubert-Sportpark durch.

Foto: Jens König

Die Schattenplätze unter den Bäumen waren von Anfang an begehrt. Zwar begann das 22. Jugend-Fußballturnier am Samstag schon um 9 Uhr im Sömmerdaer Kurt-Neubert-Sportpark, doch die Hitze war schon zu dieser frühen Stunde groß.

Oberste Priorität habe, dass nichts passiert, betonte denn auch Eileen Schindler, Leiterin der Regionalstelle Mittelthüringen des Vereins Talisa, der den Wettbewerb gemeinsam mit dem DRK-Kreisverband als Veranstalter organisierte. Gespielt wurde auf Kleinfeld, die Spieldauer wurde angesichts der Temperaturen auf jeweils zehn Minuten begrenzt, Wassereimer standen zur Erfrischung der Spieler bereit.

Das Turnier, das unter dem Motto „Let‘s go – fair play“ steht, wurde bereits zum 22. Mal in Sömmerda ausgerichtet. Eileen Schindler freute sich, dazu zahlreiche prominente Gäste begrüßen zu dürfen: Thüringens Sozialministerin und Landtagskandidatin im hiesigen Wahlkreis, Heike Werner (Linke), den CDU-Bundestagsabgeordneten Johannes Selle, die CDU-Landtagskandidatin Rita Schmidtke, den SPD-Kreisvorsitzenden Christopher Harsch, für den Linke-Bundestagsabgeordneten Ralph Lenkert dessen Mitarbeiterin Heike Hopfe-Arnold, den Vorsitzenden des Kreissportbundes Dieter Silabetzschky und Bürgermeister Ralf Hauboldt (Linke) als Schirmherr.

Am Turnier nahmen sechs Freizeitmannschaften aus dem Landkreis Sömmerda teil, darunter zwei Teams mit Flüchtlingen aus verschiedenen Ländern und zwei Teams der Stiftung Finneck mit Spielern mit Handicap.

Die Veranstaltung sei etwas ganz Besonderes und entspreche ihrem Leitspruch von einer Gesellschaft, an der jeder teilhaben kann, lobte Heike Werner. Im Sport gehe es um ein faires Miteinander und um Teamgeist, betonte sie.

Im Spiel jeder gegen jeden kam es am Samstag nicht darauf an, wer gewinnt, bekräftigte auch Johannes Selle. Ein faires Kräftemessen sollte es sein.

Ralf Hauboldt wünschte ebenfalls einen sportlich fairen Wettstreit und bot an, wenn es zu heiß würde, auch den Beregner anstellen zu lassen (was letztlich nicht notwendig wurde). 100 Euro steuerte er zudem aus der Stadtkasse für Verpflegung und Getränke bei.

Alle Gäste versammelten sich dann auf dem Platz, um symbolisch das erste Spiel anzustoßen. Der Bürgermeister trat gegen den Ball – und Flüchtlinge gegen die Stiftung Finneck kämpften um die Tore.

Hauboldt selbst zog sich wie alle anderen Gäste wieder in den Schatten zurück. Er hatte als Junior zwar als linker Verteidiger gespielt. Nachdem ihm das rechte Waden- und Schienbein durchgetreten worden war, war es mit dem Fußball für ihn aber vorbei.

Noch einmal habe er sich hinreißen lassen, gemeinsam mit Gregor Gysi in einer Traditionsmannschaft in Erfurt zu spielen. Schon beim ersten Sprint habe er da einen Muskelfaserriss erlitten, erinnert er sich. Und jetzt, nach vier Bandscheiben-Operationen, müsse er das gar nicht mehr.

Die jungen Kicker aber gaben auf dem Rasen bis gegen Mittag alles. Den Wanderpokal als Sieger holten sich letztlich „Egal Matritt“, Zweiter wurde das Team „Nationen“, Dritter die „Bolzplatz-Kickers“. Der beste Torhüter kam es der Mannschaft „Nationen“, bester Torhüter wurde Carsten Busch von „Egal Matritt“. Zur Mannschaft der Herzen wurde „Bunte Arche II“ der Stiftung Finneck gekürt. Eine schöne Geste zum Schluss: „Egal Matritt“ erhielt auch den Fairplay-Pokal und gab ihn weiter an die „Bunte Arche I“.

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