Willinger Wichtel sind in Quarantäne

Ilm-Kreis.  Mehr als 300 Corona-Fälle im Ilm-Kreis. Polizei in Ilmenau ist trotz des Ausfalls mehrerer Beamter voll einsatzfähig.

Bei der Polizeiinspektion Arnstadt-Ilmenau gibt es einen Coronafall, mehrere Mitarbeiter sind in Quarantäne. Der Dienstbetrieb ist deswegen aber nach offizieller Auskunft nicht beeinträchtigt.

Bei der Polizeiinspektion Arnstadt-Ilmenau gibt es einen Coronafall, mehrere Mitarbeiter sind in Quarantäne. Der Dienstbetrieb ist deswegen aber nach offizieller Auskunft nicht beeinträchtigt.

Foto: Ralf Ehrlich

Betroffen reagierten Gastwirte aus dem Ilm-Kreis auf die Nachricht, dass sie voraussichtlich erst nach dem 20. Dezember wieder öffnen dürfen. Viele von ihnen bieten zwar einen Abholservice an, doch reichen die Einnahmen kaum, um die Unkosten zu decken. Alle aktuellen Entwicklungen im kostenlosen Corona-Liveblog.

Trotz der eigenen wirtschaftlichen Sorgen signalisierten sie auch Verständnis, dass Maßnahmen ergriffen werden müssen, um die Corona-Pandemie einzudämmen. Am Donnerstag wurden 306 aktive Corona-Fälle im Ilm-Kreis gemeldet – 17 mehr als am Mittwoch. Seit Mitte der Woche wurden zudem 131 Abstriche genommen, die Ergebnisse stehen zum Teil noch aus. Geschlossen wurde bis vorerst 4. Dezember der Kindergarten „Willinger Wichtel“ in Niederwillingen, weil dort ein Coronafall beim Personal aufgetreten ist. Da die Kinder in der kleinen Einrichtung alle untereinander Kontakt hatten, wurden sie vorsorglich nach Hause geschickt.

Auch im Landratsamt des Ilm-Kreises wurde ein Mitarbeiter positiv getestet, zehn Kontaktpersonen sind in Quarantäne.

In der Gemeinschaftsunterkunft für Flüchtlinge in Gehren war am Dienstag ein Bewohner positiv getestet worden, am Donnerstag lagen weitere vier positive Testergebnisse vor. Die komplette Unterkunft wurde unter Quarantäne gestellt, die 43 Bewohner werden mit Unterstützung des Sozialamts versorgt.

Das Team der Polizeiinspektion Arnstadt-Ilmenau bleibt trotz eines Coronafalls und elf unter Quarantäne gestellte Mitarbeiter voll einsatzfähig. Das bestätigte am Donnerstag eine Sprecherin der Polizei. Es wurde aus anderen Polizeidienststellen Verstärkung entsandt, so dass die Ausfälle für den Bürger nicht spürbar seien, heißt es. Die Landespolizeiinspektion in Gotha hat dafür einen Notfallplan in der Schublade. Denn bereits im Frühjahr gab es in einer Dienststelle in Eisenach mehrere Coronafälle. Auch damals war der Dienstbetrieb durch Entsendungen aus der Bereitschaftspolizei sichergestellt worden.