Zuckertüten für Kinder an der Weimarer Tafel

Weimar  Bärbel Schinner bedenkt zum 21. Mal Kinder an der Weimarer Tafel mit allerlei schönen und nützlichen Dingen

Beim Zuckertütenfest an der Tafel posierten die Kinder gerne mit ihren Geschenken sowie (von links) Ulrike Scheller, Marco Modrow und Bärbel Schinner.

Beim Zuckertütenfest an der Tafel posierten die Kinder gerne mit ihren Geschenken sowie (von links) Ulrike Scheller, Marco Modrow und Bärbel Schinner.

Foto: Susanne Seide

Vom Anspitzer bis zur Zahnbürste, vom Füller bis zu Süßigkeiten und obendrauf als Krönung ein Kuscheltier. Wiederum mit viel Liebe gepackt hat Bärbel Schinner vom gleichnamigen Opel-Autohaus die 16 Zuckertüten, die sich an der Weimarer Tafel für bedürftige und Flüchtlingskinder übergeben hat. Im 21. Jahr kümmert sich die Weimarerin so im Vorfeld der Schuleinführung um jene, deren Eltern es finanziell schwer fällt, ihren Kindern so den Weg in die Schulzeit zu versüßen.

Vor dem Verschenken steht aber die Arbeit: Nach dem Einkaufen und dem Ablösen von Etiketten bildet Bärbel Schinner kleine Häufchen mit den Geschenken, um alles dann gerecht in die Tüten zu verpacken. Wobei sie natürlich darauf achten muss, ob sie für ein Mädchen oder einen Jungen gedacht sind.

Die Hülle indes bastelten die Schulanfänger in diesem Jahr allesamt mit Ulrike Scheller von der Weimarer Tafel und Eltern oder Großeltern selbst und versahen ihre Kreationen mit großen Buchstaben mit ihren Namen – damit alles den richtigen Empfänger finden konnte.

Zur Übergabe stimmte nach einer kurzen Begrüßung durch Tafel-Leiter Marco Modrow dann Dirk Marschall, Diakon der evangelischen Kirchgemeinde, die Kinder und ihre Familien mit fröhlichen Liedern auf die Schulzeit ein. Er bescheinigte ihnen nach dem Lied „Auf der Mauer“, dass sie schon ganz toll die Buchstaben können. Bastian Heidenreich, Schauspieler am DNT und Tafel-Unterstützer, spielte und las die Geschichte vom „Ernst des Lebens“: Ängstlich durch die Anmerkungen der Älteren geworden, dass der jetzt los gehe, freut sich die Schulanfängerin Annette am Ende bekanntlich, dass dieser sich als ihr netter Tischnachbar entpuppt.

Bevor Bärbel Schinner dann die Zuckertüten überreichte, bekam sie noch den verdienten dicken Applaus der Kinder, Eltern und Großeltern. Für manche der Familien gehört das Geschenk der Weimarerin vor dem Schulstart schon seit der ersten Auflage zur lieb gewordenen Tradition. Wobei der Umgang mit den Tüten unterschiedlich ist: Manche Kinder dürfen sie sogleich öffnen und die Schätze entdecken, bei anderen indes bleiben sie bis zum 10. August, wenn in den Schulen und zu Hause gefeiert wird, fest verschlossen.

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