Viel Herzblut macht Nachbarschaftstreff in Eisenach zum Erfolgsprojekt

Eisenach.  TAG Wohnen und ASB-Regionalverband verständigen sich auf Verlängerung der Kooperation für den Aktiv-Treff im Eisenacher Norden.

Die Aktiv-Treff-Leiterin Ramona Heidrich bedankt sich bei Heidemarie Engel (rechts) und Mario Meuser (hinten), die den Nachbarschaftstreff ehrenamtlich sehr unterstützten.

Die Aktiv-Treff-Leiterin Ramona Heidrich bedankt sich bei Heidemarie Engel (rechts) und Mario Meuser (hinten), die den Nachbarschaftstreff ehrenamtlich sehr unterstützten.

Foto: Norman Meißner

Mit der Idee, Nachbarschaftsgefühl zu stiften und damit beizutragen, dass betagte Mieter möglichst lange in den eigenen vier Wänden leben können, gehen das Wohnungsunternehmen TAG Wohnen und der Arbeiter-Samariter-Bund-Regionalverband Südwestthüringen Eisenach vor fünf Jahren eine Partnerschaft ein, aus der der beliebte Aktiv-Treff am Nordplatz hervorgeht. Das kleine Jubiläum, das wegen der Pandemie nur eine Feier in äußerst kleinem Rahmen ist, nutzen beide Seiten, um die erfolgreiche Kooperation für zwei weitere Jahre fortzusetzen.

„Der Aktiv-Treff hat dazu beigetragen, dass mehr Herz ins Quartier gekommen ist“, sagt Claudius Oleszak bei der Unterzeichnung der Vertragsverlängerung. Der Standortleiter des Unternehmens TAG Wohnen empfindet, das in dieser Zeit das Interesse an ehrenamtlicher Arbeit deutlich gestiegen sei.

„Ohne Ehrenamt wäre der Treff hier so nicht möglich“, freut sich Oleszak über das unermüdliche Engagement von Karin Köllner, Heidemarie Engel, Petra Stöhr, Angelika Kosemund und Mario Meuser. Der Mann in der Riege ist der Handwerker des Nachbarschaftstreffs. „Ich helfe bei Problemen mit Fernseher, Computer oder Handy“, erklärt der technisch versierte Freiwillige.

„Wenn ich Hilfe brauche, sind sie sofort da“, dankt Treff-Leiterin Ramona Heidrich für deren enorme Einsatzbereitschaft. Dieses Engagement ermöglicht während der werktäglichen Öffnungszeiten von 12 bis 17 Uhr (derzeit coronabedingt 14 bis 16 Uhr) ein breites Angebot, zu dem Kreativnachmittage, Kaffeerunden, Gedächtnistraining, Gesellschaftsspiele, aber auch Ausflüge mit dem Reisebus gehören.

„Die Kooperation mit dem ASB, die ein breitgefächertes Programm wie im Aktiv-Treff und dem ambulanten Pflegedienst nebenan bieten, sind Basis für einen Rundum-Service mit Freizeitaktivitäten, Pflegeleistungen, Hausnotruf, Einkaufsservice, Haushaltshilfen und weiteren Unterstützungsangeboten“, sagt Oleszak. Dier TAG Wohnen betreut in Eisenach knapp 600 Wohnungen. Er nennt auch das Frühlingsfest, das Sommerfest oder die Weihnachtsfeiern, die immer scharenweise Interessierte anlocken.

Orientierung und Gemeinschaftsgefühl

„Wir sind offen für weitere Angebote“, sagt ASB-Geschäftsführer Thorsten Junge, der von einem Erfolgsprojekt spricht, das mit viel Herz und Herzblut verwirklicht worden sei. Er führt beispielsweise auch den „Tag des Nachbarn“ an, der im Corona-Jahr leider pausieren muss. Der Treff trage sehr zur Verbesserung der Lebensqualität im Quartier bei, meinen die Mitglieder der Nordrunde, zu denen Vertreter aller ansässigen Genossenschaften und Firmen der Wohnungswirtschaft sowie der Wohlfahrtsverbände, der Vereine und weiterer Einrichtungen gehören. Eisenachs Sozialdezernent Ingo Wachtmeister (SPD) ist dankbar dafür, dass die Initiative „so hervorragend gewachsen ist“. Für ihn sei der Nachbarschaftstreff ein herausragend gutes Beispiel, in dem Menschen Orientierung, Hilfe, Unterstützung und Gemeinschaftsgefühl finden.

Zum festen Stamm zählen gut 50 Gäste. Die Hygienebestimmungen gewähren derzeit nur 15 Besuchern gleichzeitig Einlass. Der traditionelle Weihnachtsschmaus fällt dieses Jahr anders aus. „Die Essen werden zu denjenigen gebracht, die sich vorab angemeldet haben“, sagt Treffleiterin Ramona Heidrich.