Kommentar: Ein Vorbild im Thüringer Sport

Marco Alles über die Thuringia Bulls und ein beeindruckendes Stück Sportgeschichte.

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„Unbeatable“ – unschlagbar.

Die T-Shirts, mit denen die Thuringia Bulls die große Sause einläuteten, kündeten von einer Saison der Superlative: 32 Spiele, 32 Siege; Pokalsieger, Champions-League-Gewinner und seit Samstag auch deutscher Meister. Besser geht’s nicht. Der kleine Verein aus Elxleben vor den Toren Erfurts hat ein beeindruckendes Stück Thüringer Sportgeschichte geschrieben.

Unschlagbar ist aber auch das Team hinter der Mannschaft. Lutz Leßmann und seine Mitstreiter haben es mit Weitsicht, Hingabe und Professionalität nicht nur geschafft, diese attraktive Disziplin in der hiesigen Sportlandschaft zu platzieren. Sie dienen vielen anderen Vereinen auch als Vorbild für vieles. Zum Beispiel, wie Visionen mit Beharrlichkeit verwirklicht und geringe Mittel sinnvoll eingesetzt werden; wie Inklusion tatsächlich gelebt wird.

Nur zehn Jahre nach seiner Gründung hat der Verein den sportlichen Gipfel erreicht. Die Bulls können die Erfolge nur noch verteidigen. Dass sie dabei Motivationsprobleme offenbaren werden, ist nicht zu befürchten – bei einem Trainer, der in Klopp-Manier immer brennt und einer Mannschaft, die zusammenbleibt. Offen ist lediglich, ob Kapitän Raimund Beginskis nach seiner Ellenbogen-OP weitermachen kann.

Dafür sicherte sich der Triple-Sieger bereits die Dienste von Dylan Fischbach (24), eines der größten US-Talente. Er kommt wie Matt Scott und Jake Williams von der renommierten Wisconsin-Whitewater-Uni. Sicher nicht die schlechteste Adresse.

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