Kommentar: Wärmendes Brauchtum

Uwe Lange zu den Feuern in den ersten Tagen des Jahres. 

Uwe Lange

Uwe Lange

Foto: Peter Cissek

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Recherchiert man mal ein wenig im Internet, findet man sie bei Wikipedia unter dem Stichwort „Feuerbrauchtum“ – die so genannten Neujahrsfeuer, wie es sie am Sonnabend auch bei uns im Oberland wieder so einige gab. Organisiert schwerpunktmäßig durch die örtliche Feuerwehr oder wie in der Kreisstadt – wo das Neujahrsfeuer 2009 seine Premiere hatte – von engagierten Bürgern, trifft man sich in geselliger Runde, um das neue Jahr zu begrüßen und um das „ungeschmückte, naturgewachsene Nadelholz“ auf seinem letzten Weg zu begleiten.

Und kreativ sind die Veranstalter allemal: Gibt es doch mancherorts jede Menge Gaudi beim Werfen der Fichten und Tannen vorher oder man zieht wie in Wurzbach zum Beispiel mit Fackeln zum Schauplatz des feurigen Geschehens.

Da „Verbrennen“ doch immer irgendwie einen endgültigen Charakter hat, sehen möglicherweise viele der dort Anwesenden das Neujahrsfeuer als eine Art Schlussstrich unter die Weihnachts- und Silvestertage – als Aufforderung jetzt nach vorn und jahreszeitmäßig dann in Richtung Frühling zu blicken. Und wenn man mal genau auf die Uhr schaut, so ganz zaghaft werden die Tage ja auch schon ein klein wenig länger.

Wieder zu tun bekommen werden wir es mit Feuerbrauchtum spätestens in der Walpurgisnacht, wenn „die Hexen brennen“.

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