Gesundheitsministerin Werner: Rücknahme von Lockerungen soll allerletzter Schritt sein

Erfurt.  Gesundheitsministerin Heike Werner hat die Rücknahme von Lockerungen der Anti-Corona-Auflagen als letzte Maßnahme dargestellt, wenn in einer Region Infektionszahlen hoch sind.

Heike Werner (Die Linke), Ministerin für Arbeit, Soziales, Gesundheit Frauen und Familie von Thüringen (Archivbild).

Heike Werner (Die Linke), Ministerin für Arbeit, Soziales, Gesundheit Frauen und Familie von Thüringen (Archivbild).

Foto: Martin Schutt / dpa

„Dort, wo mehr Infektionen auftreten, werden wir zusammen mit den Gesundheitsämtern schauen, was sind die Gründe dafür und muss man vielleicht an der ein oder anderen Stelle nochmal Lockerungen wieder zurücknehmen. Aber das werden wir sehr sensibel gemeinsam entscheiden und das sollte der allerletzte Schritt sein", sagte die Linke-Politikerin in einem am Samstag von ihrem Ministerium bei Twitter veröffentlichten Video. Alle aktuellen Infos im kostenfreien Cornoa-Liveblog.

Thüringen plant in der kommenden Woche seine Regelungen zur Eindämmung von Sars-CoV-2 zu lockern und will auch den Kommunen mehr eigenen Spielraum dafür zugestehen.

Lage ist regional sehr unterschiedlich

In Thüringen gab es landesweit in den vergangenen sieben Tagen nach Angaben den Staatskanzlei (Stand Samstag) 8,8 neue Corona-Nachweise je 100.000 Einwohner. Damit liegt der Freistaat weit unter der von Bund und Ländern festgelegten Obergrenze von 50. Doch die Lage ist regional sehr unterschiedlich.

Neben dem bundesweit als Brennpunkt geltenden Landkreis Greiz (74,4) ergaben sich auch für die Kreise Sonneberg (30,3), Hildburghausen (12,6) und Gotha (14) sowie für die Stadt Gera (21,2) zweistellige Quoten.

Ob in Greiz dort oder Beschränkungen sogar verschärft werden, soll laut Ministerium kommende Woche entschieden werden.