Konservative in Thüringer CDU fordern Sonderparteitag

Erfurt.  Der Streit um das Verhältnis zur Linken spaltet die Thüringer CDU. Die Werteunion will nun die Basis dazu befragen.

Hans-Georg Maaßen bei einer Veranstaltung der Werteunion am 8. Januar in Nordthüringen.

Hans-Georg Maaßen bei einer Veranstaltung der Werteunion am 8. Januar in Nordthüringen.

Foto: Eckhard Jüngel

Die Thüringer CDU kommt nicht zur Ruhe. Die Werteunion fordert Landesparteichef Mike Mohring auf, „Gespräche mit den Linksparteien unverzüglich auf Eis zu legen“ und einen Sonderparteitag einzuberufen. Dort sollten die Delegierten entscheiden, ob es eine Zusammenarbeit mit einer rot-rot-grünen Minderheitsregierung geben könne.

„Statt selbstbewusst die nicht-linke Mehrheit im Landtag zu nutzen, dient Mohring sich einer Partei der Altkommunisten und aggressiven Antisemiten an“, sagte der Landeschef, der Werteunion, Christian Sitter, in einer Mitteilung am Donnerstag. CDU und FDP verfügen gemeinsam mit der AfD über eine Mehrheit im Landtag.

Die Werteunion hat nach eigenen Angaben rund 120 Mitglieder – das entspricht etwa einem Prozent der Mitgliedschaft der Thüringer Union. Der Verein hatte zuletzt erneut den Ex-Bundesverfassungsschutzpräsidenten Hans-Georg Maaßen nach Thüringen eingeladen und ihn als möglichen Ministerpräsidentenkandidaten der CDU ins Gespräch gebracht hat.

Mohring widersprach dieser Forderung scharf und erklärte zudem, dass die Werteunion nicht für die Partei spreche. Dem widersprach nun wiederum Sitter: „Wir sehen uns entgegen anderslautender Kommentare als selbstverständlichen Teil der CDU.“

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