Landeselternvertretung will drittes beitragsfreies Kita-Jahr in Thüringen

Erfurt.  Die Landeselternvertretung für Kindertagesstätten in Thüringen pocht auf ein drittes beitragsfreies Kita-Jahr und bessere Qualität.

Keinen Widerspruch zwischen Beitragsfreiheit und Qualitätsverbesserung sieht die Landeselternvertretung für Kindertagesstätten in Thüringen. Sie pocht deshalb darauf, dass die künftigen Koalitionäre von Rot-Rot-Grün ihre Wahlversprechen einhalten und nicht das dritte beitragsfreie Kita-Jahr zugunsten einer besseren Betreuungsqualität aufgeben.

Keinen Widerspruch zwischen Beitragsfreiheit und Qualitätsverbesserung sieht die Landeselternvertretung für Kindertagesstätten in Thüringen. Sie pocht deshalb darauf, dass die künftigen Koalitionäre von Rot-Rot-Grün ihre Wahlversprechen einhalten und nicht das dritte beitragsfreie Kita-Jahr zugunsten einer besseren Betreuungsqualität aufgeben.

Foto: Monika Skolimowska / dpa

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Die Landeselternvertretung für Kindertagesstätten in Thüringen registriert mit Unverständnis und Sorge, dass die Beitragsfreiheit in Kindergärten zum Zankapfel in den Koalitionsverhandlungen zwischen Linken, SPD und Grünen zu werden droht.

Nachdem Grünen-Fraktionschef Dirk Adams jüngst im Gespräch mit dieser Zeitung darauf gepocht hatte, dass erst die Betreuung besser werden müsse, bevor auch das letzte Kita-Jahr beitragsfrei gemacht werde, hat nun Astrid Rothe-Beinlich diese Forderung bekräftigt: Die bildungspolitische Sprecherin der Grünen-Fraktion sagte auf Anfrage, dass die Grünen zwar perspektivisch für die generelle Beitragsfreiheit in der Bildung stehen, die Qualität aber Vorfahrt haben müsse: „Eine Steigerung der frühkindlichen Bildungsqualität wollen wir durch bessere Mindestpersonalschlüssel, die Stärkung der Ausfallreserve, multiprofessionelle Teams und mehr Sprachförderung erreichen“, betonte Rothe-Beinlich.

Ziel der Grünen sei es, dass bis 2025 ein Erzieherin für vier Kinder unter drei und maximal zehn Kinder über drei Jahren zur Verfügung steht. „Diese Maßnahme hat für uns Vorrang vor einer weiteren finanziellen Entlastung der Eltern.“

Landeselternsprecherin Ulrike Grosse-Röthig erinnert indes daran, dass sich in den Wahlprüfsteinen der Landeselternvertretung alle drei möglichen Koalitionspartner dafür ausgesprochen hatten, Qualität in Kindergärten und Beitragsfreiheit auch künftig im Gleichschritt weiterzuentwickeln. „In den vergangenen beiden Jahren hat sich deutlich gezeigt, dass das der richtige Weg ist“, so Grosse-Röthig. Wenn nun aber eine Forderung vor die andere, also Qualitätsentwicklung vor Beitragsfreiheit gestellt werden solle, dann schwäche das die frühkindliche Bildung. „Es ist doch ein Irrglauben, dass sich die für Betreuungsqualität zur Verfügung stehenden Mittel dann verdoppeln würden.“ Vielmehr seien Beitragsfreiheit und Qualitätsverbesserung „zwei Aspekte desselben Themas“. Deshalb müsse nach der Wahl auch eingehalten werden, „was vor der Wahl versprochen wurde“.

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