Ministerposten bei Linke-Basiskonferenz kein Thema

Weimar.  Etwa 100 Mitglieder der Linken aus den Thüringer Kreisverbänden diskutieren in Weimar über den Koalitionsvertrag.

Linke-Landesvorsitzende Susanne Henning-Wellsow konnte am Samstag bei einer Basiskonferenz in Weimar etwa 100 Mitglieder aus den Kreisverbänden begrüßen.

Linke-Landesvorsitzende Susanne Henning-Wellsow konnte am Samstag bei einer Basiskonferenz in Weimar etwa 100 Mitglieder aus den Kreisverbänden begrüßen.

Foto: Sascha Fromm

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Die Mitgliederbefragung bei den Thüringer Linken läuft zwar noch bis zum 1. Februar, 22 Uhr. Trotzdem ist sich Landesvorsitzende Susanne Hennig-Wellsow sicher, dass sie nach der Auszählung am 3. Februar ein überzeugendes Ergebnis verkünden kann und die Parteibasis dafür ist, die bisherige Koalition mit SPD und Grünen als Minderheitsregierung fortzusetzen.

Hennig-Wellsows Zuversicht speist sich auch aus der „sehr offenen und konstruktiven Stimmung“ bei einer Basiskonferenz am Samstag in Weimar, an der etwa 100 Mitglieder aus allen Kreisverbänden teilnahmen. Die Genossen, sagte die Parteichefin im Anschluss, wollten Verantwortung übernehmen, auch wenn die Ausgangslage schwieriger sei als vor fünf Jahren.

In drei Workshops - sogenannten World-Cafés - hätten die Mitglieder mit Fachpolitikern über Inhalte des Koalitionsvertrages diskutiert und auch zahlreiche Hinweise dazu gegeben. „Das ist auch gut so. Denn der Vertrag ist eher eine Zielbeschreibung für unsere Arbeit, kein Ausschlusskatalog“, sagte Hennig-Wellsow.

Wer künftig die vier Ministerien der Linken leiten wird, insbesondere jenes für Infrastruktur und Landwirtschaft, dem bisher die jetzige Landtagspräsidentin Birgit Keller vorstand, darüber sei nicht gesprochen worden: „Wir wollen Politik machen und nicht über Ministerposten reden“, so die Linke-Chefin. Laufe alles nach Plan, soll am 4. Februar der Koalitionsvertrag unterzeichnet und einen Tag später Bodo Ramelow erneut zum Ministerpräsidenten gewählt werden.

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