Polizisten brauchen Ansprechpartner nach Gewaltattacken – CDU fordert Beratungsstelle

Erfurt  Die CDU-Landtagsfraktion fordert Ansprechstelle für Beamte, die im Dienst angegriffen wurden. In Thüringen ist die Zahl der Straftaten gegen Polizisten gestiegen.

Im vergangenen Jahr sollen 47 Polizisten vorsätzlich verletzt worden sein. Symbol-

Im vergangenen Jahr sollen 47 Polizisten vorsätzlich verletzt worden sein. Symbol-

Foto: Carsten Rehder/dpa

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Die CDU-Landtagsfraktion hat eine polizeiinterne Ansprechstelle für Beamte gefordert, die im Dienst angegriffen wurden. „Die Landesregierung sollte dieses Instrument nutzen, um Polizisten, die Gewalt erfahren haben, zu helfen“, erklärte der Innenpolitiker der Oppositionsfraktion, Wolfgang Fiedler, am Donnerstag in Erfurt. Die Stelle solle die psychologische Beratung und Betreuung verbessern. Vorbild könnte Berlin sein, wo eine solche Ansprechstelle geplant sei.

Die Zahl der Straftaten gegen Polizisten sei nach Angaben des Innenministeriums im vergangenen Jahr von 1175 auf 1349 gestiegen. 47 Polizisten seien vorsätzlich verletzt worden, so Fiedler.

„Auch uns empört, dass der Respekt vor der Polizei und die Hemmschwelle für gewalttätige Übergriffe seit Jahren sinken“, erklärte die Innenpolitikerin der SPD-Fraktion, Dorothea Marx. Es sei unstrittig, dass die betroffenen Polizisten Unterstützung und Solidarität des Landes bekommen müssten.

Marx verwies unter anderem auf die Entscheidung, dass das Land Schmerzensgeldzahlungen vorstreckt, wenn die Täter dazu nicht in der Lage sind. „Eine Verbesserung der psychologischen Betreuung wird an uns nicht scheitern, wenn innerhalb der Thüringer Polizei dafür Bedarf besteht“, erklärte die SPD-Abgeordnete.

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