Schüler aus Wutha-Farnroda haben Freunde in Polen

Wutha-Farnroda  Nach Feierstunde in der Regelschule von Wutha-Farnroda rollte ein Informationsmobil auf den Schulhof

Ein Geschenk aus Kamienica mit Fotos der Schülerbegegnungen der vergangenen Jahre brachte Schulleiterin Iwona Franczyk-Augustyn (10. von rechts) mit und übergab dies an Kollegin Heike Heilwagen (links an der Tafel). Foto: Heiko Kleinschmidt

Ein Geschenk aus Kamienica mit Fotos der Schülerbegegnungen der vergangenen Jahre brachte Schulleiterin Iwona Franczyk-Augustyn (10. von rechts) mit und übergab dies an Kollegin Heike Heilwagen (links an der Tafel). Foto: Heiko Kleinschmidt

Foto: zgt

Auf eine fünfjährige Partnerschaft zu dem polnischen „Gimnazjum Kamienica“ blickt die Regelschule zurück. Dereinst war die Partnerschaft zwischen Kamienica und der Gemeinde Wutha-Farnroda auf die Schule ausgeweitet worden. Schulleiterin Heike Heilwagen sagte, dass neben dem gegenseitigen Kennenlernen auch der Abbau von Vorurteilen gewünscht war. Zuerst sei man schüchtern aufeinander zugegangen, dann wurden Freundschaften geschlossen. Und es gab viele Aktivitäten wie Tanz und Musik bei den gegenseitigen Besuchen. Als Verständigungssprache bewährte sich schon bald das Englische.

Einmal im Jahr besuchen sich die Schüler abwechselnd in Polen oder Deutschland. Aber auch Reisen wie nach England wurden schon gemeinsam vollzogen. „Unsere Partnerschaft ist kein Papiertiger“, fasste Heike Heilwagen zusammen.

Anfang oft leicht, dann wird es schwieriger

Gabi Ohler, Staatssekretärin im Thüringer Bildungsministerium, war Gast der Feierstunde. Sie knüpfte mit ihrer Familie selbst Freundschaften nach Polen. Inzwischen gebe es alleine in Thüringen 48 Verbindungen mit polnischen Kommunen. „Partnerschaften aufzubauen, das ist leicht. Partnerschaften zu erhalten, oftmals schwieriger“, so Staatssekretärin Ohler.

„Panie Janie, Panie Janie – Bruder Jakob“ in deutscher und polnischer Sprache sangen zwischendurch einige Regelschüler. Dann stellten die Gastschülerinnen Renata Adamczyk und Anna Franczyk die Ortschaft Kamienica vor.

Regelschüler aus Wutha-Farnroda riefen die vielen Treffen in Erinnerung. Im Jahr 2011 war die Schulpartnerschaft beschlossen worden, und ein Jahr später verbrachten die Schüler schon gemeinsame Tage mit Abstechern nach Erfurt und Weimar. Bei einer Stadtrallye, einer Disco und bei Spielen kam man sich schnell näher.

Im Juni 2013 führte die Reise nach Kamienica. Die Schüler wohnten in einer Jugendherberge und unternahmen verschiedene Ausflüge wie in ein Salzbergwerk. Auch bis nach England führten die gemeinsamen Unternehmungen mit dem Bus, wo dann ein Musicalbesuch, die Besichtigungstour im Tower oder ein Abstecher ins Wachsfigurenkabinett der Madame Tussauds auf dem Programm standen. Beliebtes Ziel ist das ökologische Schullandheim Gersheim. Ebenso lernten polnische und deutsche Schüler das Europarlament kennen. Zur Feier am Freitag rollte das „Polenmobil“ auf den Schulhof. Dieses Informationsfahrzeug ist ein Projekt des Deutschen Polen-Instituts.