Schulampel soll landesweit auf Gelb stehen: So reagieren Bildungsgewerkschaft und LSV

Erfurt.  Nach dem Vorschlag von Bildungsminister Holter soll die Schulampel ab 1. Dezember auf Gelb stehen. Die GEW begrüßt das, kritisiert aber die Festlegung des Inzidenzwertes auf 200.

Die Schulampel soll ab 1. Dezember landesweit auf Gelb stehen (Symbolbild).

Die Schulampel soll ab 1. Dezember landesweit auf Gelb stehen (Symbolbild).

Foto: Uli Deck / dpa

Ab 1. Dezember soll nach Vorschlag von Bildungsminister Holter (Linke) die Schulampel landesweit auf Gelb stehen. Bei der Bildungswerkschaft GEW stößt die Regelung auf Zustimmung. Man begrüße das sehr, seit Wochen habe das die Gewerkschaft gefordert, so Thüringens GEW-Chefin Kathrin Vitzthum. „Es ist die hoffentlich nicht zu späte Einsicht in die Notwendigkeit.“ Alle aktuellen Infos im kostenfreien Corona-Liveblog.

Als „nachvollziehbar“ wird auch die Regelung über die Weihnachtsferien bewertet. Demnach sollen Schüler ab Klassenstufe 7 zwischen dem 21. Dezember und dem 10. Januar 2021 in das häusliche Lernen wechseln, die jüngeren Jahrgänge bleiben im Präsenzunterricht. Die Winterferien dauern in Thüringen vom 23. Dezember bis zum 2. Januar.

Hochstufung des Inzidenzwertes auf 200 stößt auf Kritik

Auf Kritik stößt die Hochstufung des Inzidenzwertes auf 200 für verschärfenden Infektionsschutz. „Die Festlegung auf den Wert 200 hat so ein bisschen was von einem Basar, aber nicht von wissenschaftlich begründeter Orientierung. Das RKI empfiehlt die Verschärfung der Maßnahmen bei einem Inzidenzwert von 50 und nicht 200“, stellt Kathrin Vitzthum klar.

Schülervertretung: Gelb hätte schon früher kommen müssen

Bei Thüringens Landesschülervertretung (LSV) stoßen die Vorschläge für verschärfte Corona-Regelungen auf Zustimmung mit Einschränkungen. Es sei zwar gut, dass nun eine klare Inzidenzgröße vorgegeben ist, so LSV-Sprecher Leon Schwalbe, das könnte endlich zu einheitlichem Vorgehen führen und das unverständliche Nebeneinander verschiedener Regelungen in einzelnen Schulen beenden. Allerdings kritisiert auch die Landesschülervertretung den angesetzten Wert von 200 als zu hoch und „willkürlich“. Der Wechsel auf Stufe Gelb wird ausdrücklich begrüßt, allerdings verweist Sprecher Schwalbe darauf, dass dies schon nach den Herbstferien nötig gewesen wäre. Die Ferienregelung wird als gute Lösung begrüßt.

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