So will die Thüringer SPD in den Landtagswahlkampf ziehen

Erfurt  Der SPD- Landesvorstand beschließt den Listenvorschlag für die Landtagswahl. Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee, Landtagsfraktionschef Matthias Hey und Finanzministerin Heike Taubert sollen die Thüringer Sozialdemokraten in die Wahl am 27. Oktober führen.

Die SPD hat sich auf seine Kandidatenliste für die im Oktober stattfindenden Landtagswahl geeinigt.

Die SPD hat sich auf seine Kandidatenliste für die im Oktober stattfindenden Landtagswahl geeinigt.

Foto: Marco Schmidt

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Neben Landeschef und Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee sollen wie erwartet Landtagsfraktionschef Matthias Hey und Finanzministerin Heike Taubert die Thüringer SPD in die Landtagswahl am 27. Oktober führen. Die SPD-Landesvorstand beschloss am Montagabend einen entsprechenden Listenvorschlag. Es muss noch Mitte Juni von einem Landesparteitag abgestimmt werden.

Somit folgt hinter Spitzenkandidat Tiefensee, der in seiner Geburtsstadt Gera antritt, der Gothaer Abgeordneter Hey auf Platz 2 und die Ostthüringerin Taubert auf Platz 3. Für Platz 4 wurde die Erfurter Ärztin Cornelia Klisch nominiert. Sie ist seit kurzem eine Stellvertreterin Tiefensees in der Landespartei. Auf Platz 5 folgt Innenminister Georg Maier, der sich im Landkreis Gotha für ein Direktmandat bewirbt.

Nach ihm kommen mit Landevize Diana Lehmann und dem Jenaer Kreischef Lutz Liebscher zwei jüngere Sozialdemokraten. Es folgen ab dem Platz 8 Landtagsvizepräsidentin Dorothea Marx aus Nordthüringen, der Weimarer Abgeordnete Thomas Hartung und Eleonore Mühlbauer (Ilm-Kreis).

Angesichts der Umfragen geht man in der Partei derzeit nur von zehn sicheren Sitzen im nächsten Landtag aus, zwei weniger als bisher. Damit hätte der Erfurter Abgeordnete Frank Warnecke aus Erfurt auf Platz 17 keine Chance.

Liste abwechselnd mit Frauen und Männern besetzt

Dem Vorstand lag allerdings eine Beschlussvorlage von Tiefensee vor, laut der künftig auch bei der SPD wie bei Linken und Grünen Amt und Mandat getrennt werden sollen. Das heißt, Mitglieder einer künftigen Landesregierung werden aufgeforderte, ihre Mandate niederzulegen. Dies könnte im Fall einer erneuten Regierungsbeteiligung der SPD dazu führen, dass Bewerber ins Parlament nachrücken könnten.

„Der Vorstand legt mit dieser abwechselnd mit Männern und Frauen besetzten Liste einen Vorschlag vor, der sehr ausgewogen ist“, sagte Tiefensee in einer Mitteilung. „Die regionale Verteilung in Thüringen, die Abbildung verschiedener inhaltlicher Schwerpunkte, eine gute Altersmischung, neue und erfahrenere Mitglieder der künftigen Fraktion, aber auch die Vernetzung in der Zivilgesellschaft sind mit eingeflossen.“

Auch zwei parteilose Kandidaten auf der Liste

Mit Frank Ullrich (Landkreis Schmalkalden-Meiningen) und Christel Werner (Saale-Orla-Kreis) seien auch zwei Parteilose unter den ersten 20 Plätzen berücksichtigt worden.

Dies ist der vollständige Vorschlag des SPD-Landesvorstandes für die Landesliste der SPD Thüringen zur Landtagswahl:

  • Wolfgang Tiefensee
  • Heike Taubert
  • Matthias Hey
  • Cornelia Klisch
  • Georg Maier
  • Diana Lehmann
  • Lutz Liebscher
  • Dorothea Marx
  • Thomas Hartung
  • Eleonore Mühlbauer
  • Denny Möller
  • Claudia Scheerschmidt
  • Oleg Shevchenko
  • Dagmar Becker
  • Frank Ullrich
  • Christel Werner
  • Frank Warnecke
  • Birgit Green
  • Robert Geheeb
  • Birgit Pelke
  • Jörg Rietschel
  • Babette Winter
  • Hartmut Schubert
  • Valentina Kerst
  • Torsten Haß
  • Janine Merz
  • Thomas Jakob
  • Irene Schlotter
  • Moritz Kalthoff
  • Hannelore Hauschild
  • Jens Hoffmann
  • Anika Gruner
  • Oliver Weder
  • Anne Bressem
  • Oskar Helmerich
  • Marcus Müller
  • Norman Müller
  • Enrico Gropp
  • Martin Geißler
  • Christopher Harsch
  • Jörg Klupak
  • Stephan Rückebeil
  • Lutz Kromke
  • Raphael Heyder
  • Yannis Bermig
  • Marcus Komann
  • Marcel Linse
  • Markus Reinders
  • Toni Strandt
  • Franz-Josef Strathausen

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