Thüringens Regierung beschließt Nothilfeprogramm zur Waldrettung

Erfurt  Thüringens Landesregierung hat ein mit 500 Millionen Euro dotiertes Nothilfeprogramm zur Rettung der von Trockenheit und Borkenkäferbefall bedrohten Wälder beschlossen.

Trockenheit und Borkenkäfer haben dem Wald in Thüringen massiv zugesetzt.

Trockenheit und Borkenkäfer haben dem Wald in Thüringen massiv zugesetzt.

Foto: Matthias Hiekel/dpa

Thüringens Landesregierung hat ein Nothilfeprogramm zur Rettung der von Trockenheit und Borkenkäferbefall bedrohten Wälder beschlossen. Das teilte die Staatskanzlei am Dienstag in Erfurt mit. Auf den Aktionsplan hatten sich Teile des Kabinetts vor einer Woche bei einem Krisentreffen mit Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) verständigt. Danach müssen für die Bergung kranker und abgestorbener Bäume sowie für die Pflanzung von 200 Millionen Bäumen in den kommenden zehn Jahren rund 500 Millionen Euro eingesetzt werden.

Schätzungen zufolge werden in Thüringen allein bis Jahresende etwa 600.000 Buchen wegen Trockenheit absterben und fünf bis sechs Millionen Fichten Opfer des Borkenkäfers.

Auch der Bund müsse Verantwortung übernehmen und die Bundesländer in den kommenden Jahren abhängig von der Höhe ihrer Waldschäden finanziell unterstützen, heißt es in dem Papier der Landesregierung. Unterdessen prüft die Bundeswehr nach Angaben des Bundesverteidigungsministeriums einen Hilfseinsatz in deutschen Wäldern, um die Borkenkäferplage einzudämmen. Ministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) bat darum, dass sich die Länder mit den militärischen Landeskommandos in Verbindung setzen.