Rechtsextreme bei Thüringer Szene-Treffen über Kampfsport

Erfurt  Zu einem Treffen seien im Mai etwa 100 Rechtsextreme aus dem gesamten Bundesgebiet in den Landkreis Sömmerda gekommen. Dabei sei Kampfsport in Vorträgen eine „völkisch-mystische Verteidigungsfunktion zugeschrieben“ worden.

Pads für Schlagübungen liegen in einer Kiste. Symbolfoto: Sebastian Gollnow/dpa

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Dutzende Rechtsextreme haben sich nach Erkenntnissen der Sicherheitsbehörden in Thüringen an einem Szenetreffen über die Bedeutung von Kampfsport beteiligt.

Zu dem Treffen seien im Mai etwa 100 Rechtsextreme aus dem gesamten Bundesgebiet in Guthmannshausen (Landkreis Sömmerda) gekommen, heißt es in der Antwort des Innenministeriums auf eine parlamentarische Anfrage der Grüne-Landtagsabgeordneten Madeleine Henfling. Dabei sei Kampfsport in Vorträgen eine „völkisch-mystische Verteidigungsfunktion zugeschrieben“ worden, heißt es in der Antwort des Ministeriums.

Nach Einschätzung von Beobachtern der rechten Szene spielt Kampfsport für Rechtsextreme in Deutschland seit etwa drei Jahren eine immer größere Rolle.

Henfling forderte, die verstärkte Hinwendung der rechten Szene zum Kampfsport ernst zu nehmen. Neben den Sicherheitsbehörden müssten auch Sportvereine und ihre Verbände für das Thema sensibilisiert werden.

Identitäre als rechtsextrem eingestuft – Thüringens Innenminister meldet sich zu Wort

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