Thüringer Regierungsbildung: CDU-Landrat für Zusammenarbeit mit Linken

Erfurt.  Ministerpräsident Ramelow und der Eichsfelder Landrat Henning sprechen sich dafür aus, bei der Thüringer Regierungsbildung nicht aufs Parteibuch zu schauen.

Ministerpräsident Bodo Ramelow (links) und der Eichsfelder Landrat Dr. Werner Henning bei der Thüringen-Gala in Erfurt.

Ministerpräsident Bodo Ramelow (links) und der Eichsfelder Landrat Dr. Werner Henning bei der Thüringen-Gala in Erfurt.

Foto: Sascha Fromm

Für Ministerpräsident Bodo Ramelow (Die Linke) darf das Parteibuch bei der anstehenden Regierungsbildung in Thüringen keine Rolle spielen. Das Denken dürfe nicht an der eigenen Parteigrenze aufhören, äußerte er am Rande der Thüringen Gala in Erfurt.

Diese Aussagen unterstützt Werner Henning, CDU-Landrat im Eichsfeld. Dieser erneuerte bei der Veranstaltung im Parksaal der Arena zugleich seine Kritik, dass der CDU-Parteivorsitzende Mike Mohring eine Wahl zum Ministerpräsidenten anstrebt. So eine „Diskussion des Drittplatzierten kommt zur Unzeit“, sagte er gegenüber dieser Zeitung. Es gebe Spielregeln, an die müsse man sich halten.

Thüringen brauche Stabilität im Land

Die Landtagswahlen hätten einen klaren Sieger ermittelt – und das wäre nicht seine Partei, sondern die Linke mit Bodo Ramelow. Er fände es deshalb gut, wenn sich die CDU offen mit den Linken befassen und gemeinsame Felder in der Zusammenarbeit entdecken würde. Das bringe die politische Verantwortung mit sich, zumal für einen Christen Recht und Gerechtigkeit entscheidende Werte wären.

Der 63-Jährige forderte deshalb vorwärtsgewandte Gespräche der demokratischen Parteien, ausdrücklich sprach er sich gegen eine Annäherung an die „die Höcke-AfD“ aus. Thüringen brauche unbedingt Stabilität im Land, weil sich die Situation dort auch auf die Kommunen auswirkt.

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