Glosse

Wir wissen, wen der Grill vergrault

Herr Bärsch erklärt, warum die Lieblingsbeschäftigung der Thüringer kein Spaß ist.

Thomas Bärsch

Thomas Bärsch

Foto: Sascha Fromm / TA

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Kaum eine Spezies ist in Thüringen so häufig anzutreffen wie der Grill. Er hat keine natürlichen Feinde und vermehrt sich nahezu unkontrolliert. Es gibt keinen Garten und keinen Park, in dem nicht mindestens ein Grill lebt. Besonders zutrauliche Exemplare lassen sich sogar auf Balkonen nieder. Viele Fremde glauben, in Thüringen gelte eine ganzjährige allgemeine Grillpflicht und jeder, der nicht wenigstens einmal in der Woche beim Grillen gesehen werde, müsse eine Ausnahmegenehmigung vorweisen. Es gibt mindestens so viele Grillexperten wie Grills, und die Gerichte fällen mehr Urteile zum Grillen als zu allen anderen Problemen. Viele Menschen haben sich vorgenommen, so lange zu grillen, bis die grauenvollen Wäschespinnen ausgeräuchert sind, die an fast allen trockenen Tagen über Wiesen und Gärten herfallen.

(Zum Blog „Herr Bärsch erklärt“)

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