Zehn Dorfregionen in Thüringen mit 49 Millionen Euro gefördert

Hanno Müller
Das Feuerwehrgebäude in Wetzdorf soll im Rahmen der Dorferneuerung um einen Sozialtrakt erweitert werden. Auch das Umfeld der Domäne soll dabei umgestaltet werden.

Das Feuerwehrgebäude in Wetzdorf soll im Rahmen der Dorferneuerung um einen Sozialtrakt erweitert werden. Auch das Umfeld der Domäne soll dabei umgestaltet werden.

Foto: Martin Schöne

Erfurt.  Thüringens neu Infrastruktur-Ministerin Susanna Karawanskij legt zehn Dorfregionen als Förderschwerpunkte fest. Die Gemeinden müssen sich nun mit konkreten Projekten bewerben.

Zehn Dorfregionen in Thüringen können in den kommenden vier Jahren bis 2026 auf Fördermittel für Projekte zur Dorferneuerung in einer Gesamthöhe von 49 Millionen Euro hoffen. Wie das Infrastrukturministerium mitteilte, wurden Ortsverbünde in den Landkreisen Weimarer Land, Wartburgkreis, Saale-Holzland-Kreis, Eichsfeld, Kyffhäuser und Sömmerda als neue Förderschwerpunkte anerkannt. Thüringen sei ländlich geprägt, unterstützt werden sollten vor allem soziale Projekte, sagte Infrastrukturministerin Susanna Karawanskij (SPD). „Mit der Dorferneuerung unterstützen wir Vorhaben für eine bessere Nahversorgung sowie bürgerschaftliches Engagement“, so die Ressortchefin.

Zu den zehn neuen Förderschwerpunkten gehören die Dorfregionen Weinstraße, Rothenstein, Dingelstädt, Hoche Schrecke Nord und Süd sowie Zeitzgrund. Zusammen umfassen sie rund 50 Ortsteile in mehr als einem Dutzend Städten und Gemeinden. Die Urkunden sollen noch in diesem Monat übergeben werden. Die Gemeinden müssen sich nun noch mit konkreten Projekten beim Ministerium bewerben. Die Fördersumme beträgt 65 Prozent der Gesamtkosten.

In der Dorfregion Weinstraße im Weimarer Land mit acht Ortsteilen zeigte man sich am Dienstag bereits hocherfreut über den Zuschlag. Angehen will man die Sanierung von Dorfgemeinschaftshäusern sowie der Feuerwehr im Schlossareal von Rohrbach, sagte Amtsleiter Ronny Funk.

Breitbandausbau soll vorangetrieben werden

In Oberreißen soll ein innerörtlicher Rundweg Barrierefreiheit u.a. zum Friedhof gewähren. Außerdem könnten sich einzelne Bürger mit Projekten zur Dach-, Fenster- oder Türen-Erneuerung bewerben. Der Förderanteil betrage hier 35 Prozent oder maximal 15.000 Euro pro Antrag.

Die Region Frauensee will ihr Rad- und Wegenetz ausbauen, ein Baulücken- und Leerstandskatasters erarbeiten sowie Gewässer sanieren. Auch der Breitbandausbau soll vorangetrieben werden.

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