24-Jähriger wagt in Heiligenstadt Schritt in die Selbstständigkeit

Heiligenstadt.  Daniel Schütze eröffnete am vergangenen Wochenende eine neue Ergotherapie-Praxis. Nicht nur Patienten mit Parkinson, Rheuma- oder Arthroseleiden sollen künftig davon profitieren.

Daniel Schütze zeigte Ulrike Struthmann und ihrer einjährigen Tochter Rosa den Sportbereich für die Jüngsten. Die fünfjährige Marleen genoss derweil das Bälle-Bad.

Daniel Schütze zeigte Ulrike Struthmann und ihrer einjährigen Tochter Rosa den Sportbereich für die Jüngsten. Die fünfjährige Marleen genoss derweil das Bälle-Bad.

Foto: Juvita Weinrich

Viele Glückwünsche und Geschenke konnte Daniel Schütze am Wochenende bei der Eröffnung seiner neuen Ergotherapie-Praxis in der Göttinger Straße 14 entgegennehmen. Unter den Gästen waren auch einige, die fleißig bei der Grundsanierung des freundlich eingerichteten Domizils geholfen hatten. Künftig stehen den Patienten aller Altersklassen neben einem gemütlichen Empfangs- und Wartebereich drei Therapieräume zur Verfügung. So warten im Sportraum unter anderem Kletterwand, Zielwerf- und Balancierhilfen oder ein bunter Kriechtunnel auf die kleinen Patienten, die sich zudem noch im Bälle-Bad austoben können. Für die kreative Förderung steht im Raum nebenan eine Werkbank samt Zubehör für die Erstellung von Arbeiten aus Holz oder Peddigrohr bereit. Spiele und Hilfsmittel, die beispielsweise das Gedächtnis trainieren oder Greifübungen unterstützen, ergänzen das umfangreiche Angebot des Ergotherapeuten.

Den Schritt in die Selbständigkeit wagte der 24-Jährige, nachdem er seine dreijährige Ausbildung an der hiesigen Bergschule absolviert und in der Praxis für Ergotherapie am Bergkloster, bis zur Schließung im September dieses Jahres, Berufserfahrung gesammelt hatte. Zusätzlich absolvierte er Weiterbildungen auf dem Gebiet der Hand-Therapie. Um hier noch besser helfen zu können, bietet er Wärme- und Kältetherapien an, wobei armes Paraffin oder gekühlter Raps-Samen zum Einsatz kommen.

Nicht nur Patienten mit Parkinson, Rheuma- oder Arthroseleiden sollen davon profitieren. Denn die Therapien, so Schütze, sollen verbessernd auf die Aktivitäten im täglichen Leben wirken. Zugleich, so das Ziel, soll die größtmögliche Selbstständigkeit im Alltagsleben erreicht werden. Termine sind hauptsächlich nach vorheriger Absprache möglich, wobei Schütze auch Hausbesuche anbietet.

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