Ausstellung in Küllstedt mit 210 Darstellungen der heiligen Nacht

Küllstedt.  Die Geschichte der heiligen Nacht gibt es in den unterschiedlichsten Darstellungen. Bei der Küllstedter Hauskrippenausstellung können die Besucher auf eine spannende Entdeckungsreise gehen.

Rund 210 Hauskrippen werden bei der Küllstedter Krippenschau in diesem Jahr gezeigt. 

Rund 210 Hauskrippen werden bei der Küllstedter Krippenschau in diesem Jahr gezeigt. 

Foto: Sigrid Aschoff

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Weder Zeit noch Mühe haben die fleißigen Helfer beim Aufbau der Küllstedter Kirchenkrippe in St. Georg und Juliana gescheut, und auch die vielen Familien taten das nicht. Die brachten nicht nur für die große Schau ihre Hauskrippen, sondern setzten diese selbst liebevoll in Szene. Um die 210 haben im Gotteshaus ihren Platz gefunden, der Großteil aus Küllstedt, einige aus Struth. Dazu kommen Bilder, Postkarten oder Kerzen mit dem Motiv der Nacht von Bethlehem.

Es ist die eine Geschichte, die der heiligen Nacht, die doch in den unterschiedlichsten Gestaltungen erzählt wird. Die Darstellungen stammen aus ganz verschiedenen Ländern wie Kenia oder Mexiko oder sie wurden in den Familien von Generation zu Generation vererbt. Ganz verschieden sind auch die Materialien, aus denen die Krippen gefertigt wurden. Da gibt es welche aus Holz, Glas, Ton oder Pappe, es gibt alte und moderne, einfarbige und bunte, schlicht oder aufwendig gestaltete. Schon der Stall ist immer etwas anders gebaut – mal aus Birkenstämmchen, mal mit Stroh bedeckt. Was allen eigen ist, das ist die Liebe zum Detail. Da findet der Betrachter mal eine Palme, ein Lagerfeuer, das glüht, den Stern, der leuchtet, einen Engel, der die frohe Botschaft der Geburt Jesu verkündet, oder ein voll bepacktes Kamel, das die Geschenke eines Königs transportiert.

„Wenn die Kinder mit ihren Eltern oder Großeltern kommen und die Krippen aufbauen, extra noch kleine

Tannenzweige, Sterne oder eine Baumwurzel drapieren, dann macht das den Mädchen und Jungen nicht nur Freude, es ist auch eine ganz besondere Einstimmung auf das Weihnachtsfest. Und die Ausstellung im Advent, die gehört zu unserem Dorf einfach dazu“, sagt Winfried Schäfer, der zum Helferteam gehört. Manche Familie hat für ihre Krippe mittlerweile einen Stammplatz, ist es doch in diesem Jahr bereits die 29. Auflage der Schau.

Einer, der gleich mehrere gebracht und sie noch dazu selbst gebaut hat, ist Uli Beume. Mit seiner Begeisterung hat er auch die Enkel angesteckt. Wer seine Darstellungen betrachtet, findet sogar Bezüge zum Eichsfeld, denn Beume hat viel Wert auf Details gelegt. Zu finden sind zum Beispiel bei einer Krippe ein kleiner Teich samt Entenfamilie, und auch an typischen landwirtschaftlichen Gerätschaften wie einer Heugabel oder einer Sense fehlt es nicht. Jede Krippe ist anders und hat viele Blickfänge, auch wenn man die nicht gleich auf den ersten Blick wahrnimmt.

Ein anderer Hingucker ist die große Kirchenkrippe, deren Aufbau Tage in Anspruch nimmt und die den ganzen Altar verdeckt. Die ersten Oberammergauer Figuren wurden bestellt, nachdem das Gotteshaus fertiggestellt war – 1931. In den Jahren, sagt Hermann-Josef Montag, wurde die Szenerie erweitert. Heute sind es um die 60 Figuren, die zu dem Bild gehören. Am Sonntag wurde die Hauskrippenausstellung eröffnet. Sie ist in dieser Woche zu sehen, täglich von 14 bis 18 Uhr bei freiem Eintritt. Um eine Spende für die neue Kirchenheizung wird gebeten. Die Heimatstube lädt ebenfalls zum Besuch ein, während der Woche sowie am 3. Advent von 13 bis 17 Uhr.

Anmeldungen für Gruppen sowie Information: Pfarramt, Telefon 036075/60640. Die Heimatstube ist unter 036075/56777 erreichbar, die Gemeinde unter 036075/56891, E-Mail: GV-Kuellstedt@t-online.de.

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