Autohaus spendiert Warnwesten für 63 Abc-Schützen in Heiligenstadt

Heiligenstadt  Heiligenstädter Theodor-Storm-Grundschule wird vom Eichsfelder Autohaus unterstützt, weil der ADAC keine Westen mehr zur Verfügung stellt und sich auf andere Projekte zur Verkehrssicherheit konzentriert.

Diana Rhein (links) und Rektorin Claudia Baudach-Weber helfen den Erstklässlern beim Anziehen der Warnwesten. Die Schulleiterin weiß, dass die Kinder sie sehr gern und mit Stolz tragen, und auch, wie wichtig sie sind. 

Diana Rhein (links) und Rektorin Claudia Baudach-Weber helfen den Erstklässlern beim Anziehen der Warnwesten. Die Schulleiterin weiß, dass die Kinder sie sehr gern und mit Stolz tragen, und auch, wie wichtig sie sind. 

Foto: Eckhard Jüngel

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Ein Haufen Flöhe – das ist wohl das erste, was einem einfällt, wenn man die Erstklässler der Theodor-Storm -Grundschule in Heiligenstadt im Lichthof sieht. Sie haben sich an diesem Montagvormittag dort versammelt, weil es Geschenke geben soll.

Die Warnwesten sind knallig orange und werden auch gleich angezogen. Gesponsert hat sie in diesem Jahr erneut das Eichsfelder Autohaus aus Heiligenstadt, und Diana Rhein und Michael Apel helfen Rektorin Claudia Baudach-Weber und den anderen Lehrerinnen beim Überstreifen.

Vorher werden die Abc-Schützen noch zur Wichtigkeit dieser Kleidungsstücke gefragt. „Damit Kinder nicht umgefahren werden“, lautet eine Antwort. Gerade in der dunklen Jahreszeit, so erklärt dann die Rektorin, sei es besonders wichtig, auf dem Schulweg gut sichtbar zu sein. Denn viele Schüler der Grundschule werden eben nicht von den Eltern bis vor die Tür gefahren, sondern kommen zu Fuß. „Und die Kinder tragen sie mit Stolz“, sagt Claudia Baudach-Weber.

Diese Warnwesten für 63 Kinder aus drei Klassen kosten eine Stange Geld. „Wir können das von den Eltern nicht auch noch verlangen, und auch wir als Schule können das nicht stemmen. Wir sind also auf Hilfe angewiesen und haben uns vor zwei Jahren nach einem Partner umgeschaut, dem das Thema Sicherheit wichtig ist“, so die Rektorin. Fündig wurde man beim Eichsfelder Autohaus.

Nötig wurde eine neue Kooperation, da der ADAC, der die Westen neun Jahre lang sponserte, sie nicht mehr zur Verfügung stellt. Die ADAC-Stiftung erklärt auf Anfrage, dass sie den Förderschwerpunkt Unfallprävention neu aufgestellt habe. Unter anderem mit den Projekten „Verkehrswelt“ für Jugendliche, „Aufgepasst mit Adacus“ als Einmaleins der Verkehrsregeln für die Kleinsten sowie dem Programm „Roller Fit“, das mehr Bewegung von Kindern in den Alltag bringt. Bei der Roadshow zur „Sicherheitsaktion“ werden Eltern und Kinder für die Themen Sichtbarkeit und Sicherheit sensibilisiert. Weiterhin gehören zu den Schwerpunkten unter anderem die Förderung von Forschungs- und Bildungsmaßnahmen zur Vermeidung von Unfällen, Beiträge zu Sicherheit und Innovation im Bereich Amateur-Motorsport sowie die Unterstützung hilfsbedürftiger Unfallopfer.

Bevor sich die Grundschüler in Heiligenstadt dann zum Gruppenbild aufstellen, dürfen sie noch einmal über den Schulhof flitzen. Das scheint auch nötig zu sein, denn das lange Stillsitzen fällt ihnen am Anfang nicht ganz so leicht.

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