Bei Bäckermeister Thomas Bode in Heiligenstadt gibt‘s IKK-Brot

Heiligenstadt  Bäckermeister Thomas Bode aus Heiligenstadt bietet das neue IKK-Brot an. Die Abkürzung steht für Innungskrankenkasse und Ingwer, Körner und Kruste. Und das Produkt ist natürlich gesundheitsfördernd.

Ingwer, Körner, Kruste: Das IKK-Brot ist ab sofort auch im Eichsfeld erhältlich. Bäckermeister Thomas Bode von der Bäckerei Bode und Ursula Ibold, Regionalgeschäftsführerin der IKK Nordthüringen, stellen das Brot aus Roggen, Dinkel und eben Ingwer vor - und auch die Idee dahinter.

Ingwer, Körner, Kruste: Das IKK-Brot ist ab sofort auch im Eichsfeld erhältlich. Bäckermeister Thomas Bode von der Bäckerei Bode und Ursula Ibold, Regionalgeschäftsführerin der IKK Nordthüringen, stellen das Brot aus Roggen, Dinkel und eben Ingwer vor - und auch die Idee dahinter.

Foto: Eckhard Jüngel

Es ist eine Marketingidee einer Krankenkasse, aber sie schmeckt und rückt die Wichtigkeit des Bäckerhandwerks in den Fokus. In Zusammenarbeit mit dem in Innungen organisierten Konditoren- und Bäckereihandwerk hat die IKK classic ein Brot entwickelt - das IKK-Brot.

Die Abkürzung steht in diesem Fall für Ingwer, Körner und Kruste. Und gerade die ist bei Bäckermeister Thomas Bode besonders knusprig. „Ich habe mich für eine grobe Kruste entschieden, denn ich finde, man sollte von außen schon sehen, was im Brot drin ist. Außerdem hat es deshalb noch mal mehr Geschmack.“

Drin sind neben Roggen und Dinkel eben auch Ingwer und ein paar andere Gewürze. „Nach dem Kauen merkt man auch ein bisschen Schärfe auf der Zunge“, sagt Thomas Bode. „Es hat ein tolles Aroma, bleibt lange frisch und ist mal etwas ganz anderes.“ Die Kunden seien sehr zufrieden. Gerne greifen sie zu den Probierstücken auf dem Tresen.

Drei Wochen wurde an der Rezeptur gearbeitet

Die Testverkäufe in der Bäckerei Bode laufen seit vergangener Woche. In der Backstube hat man sich schon länger - genauer gesagt drei Wochen lang - mit der Rezeptur beschäftigt, die die Krankenkasse zusammen mit dem organisierten Bäckerhandwerk entwickelt und der Nordthüringer Innung zur Verfügung gestellt hatte.

Aktuell werden zehn bis 15 Brote pro Tag gebacken. „Den Teig herzustellen, dauert 18 Stunden“, erklärt Thomas Bode. Dabei seien bewusst Teigruhezeiten eingearbeitet worden. „Das Brot ist sehr bekömmlich dadurch. Der Ingwer und die anderen Gewürze unterstützen das noch.“

Thomas Bode betont, dass - wie in allen anderen Backwaren seines Betriebes - keine chemischen Zusätze verwendet wurden. „Wer das Handwerk einmal richtig gelernt hat, kann aus den Rohstoffen ein schmackhaftes Brot herstellen, ganz ohne Chemie.“ Dass der Bäckermeister, der auch Kreishandwerksmeister und seit zehn Jahren Obermeister der Bäckerinnung in Nordthüringen ist, nicht viel von den sogenannten Backstationen in Supermärkten hält, ist selbstredend. In seiner Bäckerei, die seit 1935 besteht und seit 1994 in seiner Verantwortung ist, wird nach Rezepturen des Vaters und des Großvaters gebacken und somit werde das traditionelle Handwerk gefördert.

Ingwer ist Hauptgeschmacksgeber

„Die Trends der heutigen Zeit sind, dass alles schnell gehen muss, und Chemie hilft da an jeder Ecke.“ Aber die handwerklichen Bäckereien stünden für naturbelassene Produkte. Und das gehe ja auch in die Richtung der bewussten gesunden Ernährung, auf die immer mehr Menschen heute achten. Also eben nicht nur zum Weizenmehl-Produkt zu greifen, sondern auch einmal reichhaltigere Produkte zu konsumieren.

Das IKK-Brot passt da genau hinein. Denn neben einem Roggenanteil von mindestens 90 Prozent und viel gesunder Leinsaat ist Ingwer nicht nur Namens- sondern auch Hauptgeschmacksgeber, so Ursula Ibold. „Zusätzlich wird mindestens ein weiteres Gewürz, wie Kümmel, Fenchel oder Koriander, enthalten sein. Als Heilpflanzen bekannt, wirken sich die Gewürze positiv auf den Magen- und Darmtrakt aus, sind appetitanregend und schmerzlindernd“, fügt sie an. Alle Innungsbäckereien, die sich dazu entscheiden das Brot in ihr Sortiment zu nehmen, bekommen die Backregel, also das Rezept. „Wer wie verfeinert – das überlassen wir ganz den Profis“, so Ursula Ibold.

Den eigenen Beutel mit zum Bäcker bringen

„Bei jedem Innungsbäcker, der bei der Aktion mitmacht, kann das Brot also ein wenig anders schmecken“, sagt Ursula Ibold, Regionalgeschäftsführerin der IKK classic für Nordthüringen. Mittlerweile werde das Brot sogar schon thüringenweit gebacken, und Ursula Ibold hofft, dass sich noch viele Innungsbäcker daran beteiligen werden.

Mit der Backregel kommen auch spezielle Brottüten mit in die Bäckerei. Auf denen stehen noch einmal zum Nachlesen die Inhaltsstoffe des Brotes. Außerdem ein Verweis auf die Seite www.ikk.classic.de/ikkbrot. Dort steht dann auch, wo es das Brot überall gibt und zusätzlich findet sich dort Wissenswertes rund ums Brot, zum Beispiel Lagertipps oder Rezepte für gesunde Brotaufstriche.

Dass es sich bei der Tüte um ein Wegwerfprodukt handelt, sieht Thomas Bode in dem Sinne nicht so eng, als dass er seinen Kunden auch anbietet, die eigene Schachtel oder den eigenen Jute-Beutel mit in den Laden zu bringen, um ihre Backwaren so nach Hause zu bekommen. Er würde sich sogar, freuen, würden mehr Menschen diese Möglichkeit in Anspruch nehmen.

„Es ist ja kein großer Aufwand, so einen Beutel dabei zu haben. Alle reden über den Klimawandel und mit so einer einfachen Sache kann man ganz leicht einen kleinen Beitrag zum Klimaschutz leisten“, sagt er. Und so etwas spreche sich auch rum. „Der eine ohne eine eigene Aufbewahrungsmöglichkeit in der Reihe derer, die vor ihm einen Beutel dabei hatten, wird beim nächsten Mal bestimmt auch eine mitbringen, denn wie gesagt - es ist ja kein großer Aufwand“, ist der Kreishandwerksmeister überzeugt.

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