Wirtschaftsforum Eichsfeld: Die Gegenwart hat viele Herausforderungen

Worbis.  Knapp 100 Mitglieder hat das Wirtschaftsforum Eichsfeld. Zum Gala-Abend waren Vertreter fast aller Unternehmen gekommen.

Ihren Gala-Abend begingen die Mitglieder des Wirtschaftsforums Eichsfeld diesmal im Autohaus Albertsmeyer in Worbis.

Ihren Gala-Abend begingen die Mitglieder des Wirtschaftsforums Eichsfeld diesmal im Autohaus Albertsmeyer in Worbis.

Foto: Sigrid Aschoff

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Als Gala-Abend macht er seinem Namen Ehre. Das Worbiser Autohaus Albertsmeyer ist am Samstag festlich dekoriert, für musikalische wie amüsante Unterhaltung gesorgt. Groß ist dann auch die Gästezahl. Knapp 100 Firmen aus dem Ober- und Untereichsfeld gehören dem Wirtschaftsforum Eichsfeld an und Vertreter von fast allen sind gekommen, um auf ein erfolgreiches Jahr 2020 anzustoßen. Doch auch manch kritische Anmerkung fehlt nicht.

„Da ist zum Beispiel die Bürokratie, die uns allen zu schaffen macht“, sagt Vorstandsmitglied Sascha Albertsmeyer, der zudem die Digitalisierung anspricht. Und er und seine Mitstreiter wissen auch, dass insbesondere die Automobilzulieferer vor großen Herausforderungen stehen, Zeitarbeitskräfte abgebaut werden, es bei Firmen schon Entlassungen gab und Kurzarbeit gibt. Dazu kommt der Fachkräftemangel.„Doch es gibt auch positive Tendenzen. Wir haben viele Rückkehrer, junge Leute bleiben in der Region, unsere Infrastruktur ist gut“, wirft Jan Bose ein, der ebenfalls zum Vorstand gehört. Ausgezahlt hat sich auch die enge Verbindung von Schulen und Wirtschaft. Firmenvertreter gehen in die Einrichtungen, stellen Ausbildungsberufe vor und bieten Praktikumsplätze an.

Das Wirtschaftsforum vernetzt aber auch die eigenen Mitglieder. „Wir sind in den Jahren gut zusammengewachsen“, meint Vorstandschef Thomas Simon. Die Zusammenarbeit mit anderen Verbänden sei intensiviert worden, nun wolle man sich dem Wirtschaftsraum Göttinger verstärkt zuwenden.

Die Frage, wie die Stimmung bei den Mitgliedern mit Blick auf das gerade begonnene Jahr sei, wird prompt beantwortet. „Sie ist optimistisch“, erklärt Sascha Albertsmeyer, der aber nicht möchte, dass die Augen vor neuen Herausforderungen verschlossen werden.

Aktuellen Themen wendet sich auch Thomas Simon in seiner Rede zu. Ausdrücklich bedankte er sich bei den Abgeordneten Thadäus König und Christina Tasch, bei Landrat Werner Henning sowie dem ehemaligen Ministerpräsidenten Dieter Althaus (alle CDU) für die „konstruktiven Vorschläge mit Blick auf eine handlungsfähige Regierung“. Die zu lösenden Aufgaben, so Simon, lägen auf dem Tisch, „und die Zeit wartet nicht auf uns“. Bürger und Verantwortungsträger in den Unternehmen, Handwerksbetrieben, Kanzleien und Ingenieurbüros erwarteten Entscheidungen, die das Land voranbrächten.

„Hierfür Ideen zu entwickeln und Lösungen für die Thüringer Verhältnisse zu finden ohne auf irgendeine Weise von Herrn Höcke und der AfD im Thüringer Landtag abhängig zu sein, lohnt jede Anstrengung“, sagt er klar.

Es gibt aber noch andere Themen, die in den Fokus rücken: die Klimaveränderungen und der Umweltschutz. Bereits beim letzten Wirtschaftstag war die Reduzierung von Kohlendioxid ein Schwerpunkt. Viele positive Beispiele gibt es laut Simon in den Mitgliedsunternehmen. Keinen Hehl machte der Chef des Wirtschaftsforums daraus, dass die Auswirkungen des Klimawandels im Alltag angekommen sind, unter anderem mit Trockenperioden. Die Herausforderungen, die das sich ändernde Klima mit sich bringe, seien immens und mit dem Abschalten eines Kohlekraftwerkes und dem Aufbau einer E-Auto-Flotte bei weitem nicht erledigt. „Wie auch bei anderen großen Aufgaben und Veränderungen, werden gute Ideen, intelligente Lösungen und beherztes Handeln uns mehr helfen, als die Verteidigung einmal erarbeiteter Ansprüche“, so Simon, der dann alle einlud, im Gespräch zu bleiben und die Veranstaltungen des Forums zu besuchen, darunter die Stammtische und Betriebsbesichtigungen.

Bei gutem Essen, Unterhaltung mit dem Bauchredner Berny & Co sowie Musik von der Andy Wölk und Band wurde schließlich auch gefeiert.

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