Eichsfelder Spendenaktion „Bring Licht nach Aleppo“ gestartet

Döringsdorf.  Die Eichsfelder unterstützen auch in diesem Jahr die Spendenaktion „Bring Licht nach Aleppo“.

Unter anderem mit einem Adventsbasar, der auf dem Hülfensberg stattfand, sollen die Projekte der Vivere-Bewegung für Aleppo unterstützt werden.

Unter anderem mit einem Adventsbasar, der auf dem Hülfensberg stattfand, sollen die Projekte der Vivere-Bewegung für Aleppo unterstützt werden.

Foto: Reiner Schmalzl

Seit acht Jahren herrscht in Syrien Krieg. Die anhaltende Gewalt hat eine der schlimmsten humanitären Krisen unserer Zeit ausgelöst. Aus Aleppo, einer Stadt, die von Tod und Terror geprägt ist und immer noch leidet, wandte sich jetzt Franziskanerpater Ibrahim Alsabagh in einer Videobotschaft an die Menschen im Eichsfeld und den angrenzenden Regionen. Übertragen wurde die emotionale Ansprache während des Gottesdienstes am ersten Adventssonntag in der Wallfahrtskirche auf dem Hülfensberg.

„Wir sind mit den Menschen in Aleppo zusammen, um mit ihnen Weihnachten zu feiern“, sagte der Pfarrer, der nach wie vor sehr besorgt ist um die Armut der dort ausharrenden Bevölkerung. Andererseits bedankte er sich für die vielseitige humanitäre Unterstützung aus Deutschland. Um den Menschen in den Trümmern und Flüchtlingsunterkünften zu helfen, hat die Regionalgruppe Hülfensberg von „Vivere“ (lateinisch: Leben) am ersten Advent ihre nunmehr vierte Spendenaktion „Bring Licht nach Aleppo“ gestartet.

Hilfe für 2000 traumatisierte Menschen

Was alles mit den bisherigen Spenden bewirkt werden konnte, machte die von Thomas Hellwig (Niederorschel) und Andrea Thon (Heyerode) geleitete Vivere-Bewegung im Eichsfeld während des feierlichen Gottesdienstes in der Klosterkirche auf dem Hülfensberg deutlich. So konnten im letzten Jahr beispielsweise 2000 traumatisierte Menschen in einer neu geschaffenen Einrichtung professionell behandelt werden. Weitere Mittel dienten der Schulbildung, der Versorgung mit Medikamenten und Lebensmitteln. Aber auch an Kinderspielzeug sei gedacht worden. Insgesamt hatte die franziskanische Vivere-Bewegung während ihrer vorjährigen Aktion im Eichsfeld und den Unterstützern aus dem Umland insgesamt knapp 8700 Euro für traumatisierte Kinder und verlassene Mütter in der kriegszerstörten syrischen Stadt gesammelt.

Daran soll angeknüpft werden, wozu auch ein erster Adventsbasar diente. Angeboten wurden Kerzen, Bücher, vielerlei kleine Geschenke, Mistel- und Barbara-Zweige, Marmeladen sowie selbst gebackene Plätzchen. Nicht fehlen durfte als besondere Spezialität „Cantuccini“, das Lieblingsgebäck des heiligen Franziskus.

900 Euro vom Saxophon-Quartett

Zum Auftakt der diesjährigen Aktion „Bring Licht nach Aleppo“ freuten sich die hiesigen Initiatoren gleich über eine Großspende. Denn das Eichsfelder Saxophon-Quartett unter Leitung von Wolfgang Busse gab 900 Euro aus einem Konzerterlös und stellte zudem verschiedene Exemplare seiner aktuellen CD zur Verfügung. Jeder auch noch so kleine Beitrag könnte viel bewirken, ermunterte Andrea Thon zu Spenden für die Menschen im zerstörten Aleppo. Der Vivere-Bewegung gehören auch mehrere Mitglieder, darunter insbesondere junge Christen, aus Diedorf, Heyerode, Wendehausen und Struth an.

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