Falscher Vertreter des Papstes in Eschwege erwischt

Eschwege.  Der 71-jährige Thüringer wollte sich wie schon an anderen Orten Kost und Logis erschwindeln.

Zwar gibt es Abgesandte des im Vatikan residierenden Papstes, aber denen dürfte man dies auch ansehen, was wohl bei einem in Eschwege vorstellig gewordenen Betrüger nicht der Fall war. Hier geht gerade ein Prälat über den Petersplatz in Rom.

Zwar gibt es Abgesandte des im Vatikan residierenden Papstes, aber denen dürfte man dies auch ansehen, was wohl bei einem in Eschwege vorstellig gewordenen Betrüger nicht der Fall war. Hier geht gerade ein Prälat über den Petersplatz in Rom.

Foto: Andrew Medichini / dpa

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Eine Mitarbeitern des katholischen Pfarramtes Eschwege informierte am Dienstagabend die dortige Polizei telefonisch, dass an diesem Tag ein Mann im Pfarramt vorstellig geworden sei, der sich als Abgesandter des Papstes ausgegeben habe. Nach ausführlichen Gesprächen und dem gemeinsamen Besuch kirchlicher Einrichtungen sei der vermeintlich hochrangige Besuch als Gast in einer Pension untergebracht worden. Jetzt sei man sich allerdings nicht mehr so sicher, ob es sich tatsächlich um einen hochrangigen Vertreter der Kirche handele.

Im Pfarramt habe man den Verdacht, dass der Mann ein Betrüger sei. Eine Polizeistreife nahm sich des ungewöhnlichen Sachverhaltes an und suchte die Pension auf. Dort unterzogen die Beamten den Mann einer Personenüberprüfung. Es stellte sich schnell heraus, dass es sich bei dem Mann tatsächlich um einen Betrüger handelte. Der 71-Jährige, der offenbar aus der Nähe von Saalfeld stammt, war bereits mehrfach an unterschiedlichen Örtlichkeiten mit der gleichen Geschichte in Erscheinung getreten, um auf diese Weise jeweils Kost und Logis zu erschwindeln, wie die Polizei berichtet. Tatsächlich habe er keinerlei Bezüge zur Kirche.

Den 71-jährigen Thüringer erwartet nun eine Strafanzeige unter anderen wegen Betrugs und des Missbrauchs von Titeln und Berufsbezeichnungen.

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