Großeinsatz der Polizei vor Rewe in Worbis: Vier Verletzte bei Streit zwischen zwei Familien

Worbis  Nach einer größeren Auseinandersetzung am Samstag rückte die Polizei im Eichsfeld mit zahlreichen Einsatzfahrzeugen aus. Die Ermittlungen dauern an.

Eine gewalttätige Auseinandersetzung zwischen zwei verfeindeten Gruppen hat in Worbis vor einem Rewe-Markt zu einem Großeinsatz der Polizei geführt.

Eine gewalttätige Auseinandersetzung zwischen zwei verfeindeten Gruppen hat in Worbis vor einem Rewe-Markt zu einem Großeinsatz der Polizei geführt.

Foto: Gregor Mühlhaus/dpa

Zu einer tätlichen Auseinandersetzung zwischen zwei Personengruppen kam es am Samstag gegen 16 Uhr vor dem Rewe in der Franz-Weinrich-Straße. Das teilte die Polizei in Erfurt am Sonntag mit. Die Polizei war mit mehreren Einsatzfahrzeugen vor Ort, beruhigte die Lage und vernahm mehrere Personen. Neben körperlichen Übergriffen sei auch Pfefferspray benutzt worden.

Vier Verletzte – Ermittlungen gegen drei Männer

Nach Angaben der Polizei begannen Streitigkeiten bereits im Supermarkt. Anfängliche beleidigende Gesten zwischen verschiedenen Personen endeten demnach in Faustschlägen und dem Einsatz von Pfefferspray. Vor dem Supermarkt beschädigten mehrere Beteiligte zudem einen geparkten BMW, der einem anderen Beteiligten gehörte.

Nach dem jetzigen Ermittlungsstand wurden vier Personen im Alter von 16 und 18 Jahren leicht verletzt. Hierbei handele es sich um zwei russische und zwei armenische Staatsangehörige.

Gegen drei Männer im Alter von 28, 29 und 30 Jahren werde unter anderem wegen des Verdachtes der Gefährlichen Körperverletzung ermittelt. Sie stammen laut Polizei aus Armenien, Libyen und Deutschland.

Den Ermittlungen zufolge ging es bei den Auseinadersetzungen um einen Streit zwischen zwei verfeindeten Familien, so die Polizei. Unbeteiligte Kunden des Supermarktes seien nicht involviert gewesen und unverletzt geblieben.

Noch am Abend war die Kriminalpolizei im Einsatz. Die Ermittlungen zum Geschehen dauern weiter an.

Polizei dementiert Gerüchte: Keine Machete und keine 30 Personen beteiligt

Bereits am Samstagabend korrigierte die Polizei die im Internet kursierende Zahl von 30 beteiligten Personen nach unten. Auch eine Machete sei in Worbis nicht zum Einsatz gekommen, hieß es aus der Landeseinsatzzentrale.

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