Großprojekt mit vielen Sperrungen in Worbis

Worbis  Die Nordhäuser Straße in Worbis wird im Oktober saniert. Fahrer und Anwohner müssen sich auf Änderungen einstellen. Der Planungschef der zuständigen Landesbehörde erklärt den Bauablauf und die erforderlichen Einschränkungen.

Die Grafik zeigt die umfangreichen Baumaßnahmen in Worbis. Die rote Linie markiert den Bereich, an dem gebaut wird – von der großen Hauptkreuzung in Richtung Kirchworbis. Die Arbeiten werden in drei Bauabschnitten durchgeführt. 

Die Grafik zeigt die umfangreichen Baumaßnahmen in Worbis. Die rote Linie markiert den Bereich, an dem gebaut wird – von der großen Hauptkreuzung in Richtung Kirchworbis. Die Arbeiten werden in drei Bauabschnitten durchgeführt. 

Foto: Thüringer Landesamt für Bau und Verkehr

Interessiert und ruhig lauschen die etwa 20 Worbiser den Ausführungen von Winfried Ludolph. Er ist Planungschef im Thüringer Landesamtes für Bau und Verkehr, Region Nord, und stellt die Baumaßnahmen in der Ortsdurchfahrt Worbis, in der Nordhäuser Straße, vor.

Baubeginn ist in etwa zwei Wochen, am Montag, 7. Oktober. In der Nordhäuser Straße gibt es zwei Bauabschnitte, die bis zum Dezember abgeschlossen sein sollten. Der dritte Bauabschnitt ist der Kreuzungsbereich Nordhäuser Straße/Dr.-August-Hübenthal-Straße/Franz-Weinrich-Straße, der wahrscheinlich im Frühjahr 2020 umgesetzt wird. Natürlich seien die Arbeiten von der Witterung abhängig. „Bei Regen, Eis und Schnee kann nicht wie gewohnt gearbeitet werden“, sagt Winfried Ludolph. Die Kosten für das Projekt belaufen sich auf insgesamt etwa 327.000 Euro. Denn es wird sowohl die Deck- als auch die Bindeschicht erneuert, je nachdem, wie stark letztere schon beschädigt ist.

Winfried Ludolph erklärt den ersten Bauabschnitt: Dieser befindet sich von Kirchworbis kommend in Richtung Worbis auf der linken Seite und beginnt an der Tankstelle und endet an der Ampel. „Auch der Linksabbiegerfahrstreifen aus der Breitenbacher in die Nordhäuser Straße muss in diesem ersten Abschnitt direkt mit fertig gestellt werden.“

Während dieser Zeit kann der rechte Fahrstreifen von der Tankstelle bis zur Kreuzung als Einbahnstraße genutzt werden. Die Verkehrsteilnehmer, die aus Breitenbach kommend Richtung Kirchworbis fahren wollen, werden über die Breitenbacher Straße, die Industriestraße und weiter über den Wirtschaftsweg Kirschallee zurück auf die Nordhäuser Straße geführt. Das ist etwa auf Höhe Neumühle, so Winfried Ludolph.

In diesem Zusammenhang werden auch die seitlichen Zufahrtsstraßen zur Nordhäuser Straße gesperrt. Allerdings gibt es zwei Querungsstellen, damit Anwohner ihre Wohnungen erreichen beziehungsweise ihre Fahrzeuge abstellen können. Die eine ist im Bereich des Einkaufsmarktes Netto und die andere unterhalb des ehemaligen Polizeigebäudes. Ordnungsamtsleiter Günther Fiedler kündigt in der Runde auch Gespräche mit der Straßenverkehrsbehörde hinsichtlich der Suche und Schaffung von zusätzlichen Stellflächen für Autos an.

Einbeziehung der Grünflächen angedacht

Der zweite Bauabschnitt bezieht sich auf die rechte Seite, ebenfalls von Kirchworbis kommend. Die Verkehrsführung läuft über den „erneuerten südlichen Fahrstreifen.“ Die Umleitungsstrecke führt auch hier über die Industriestraße und den Wirtschaftsweg. „Eventuell sind an die Nordhäuser Straße angrenzende Grünflächen einzubeziehen und für die Dauer der Baumaßnahme für den aufzunehmenden Verkehr zu ertüchtigen“, sagt Winfried Ludolph. Ansonsten würden die Anwohner des Wohngebietes hinter dem Kloster ihre Grundstücke nicht erreichen.

Günther Fiedler sieht das ähnlich, dass die Anwohner möglicherweise an der Baustelle vorbei fahren und den Fußgängerweg benutzen könnten. Allerdings müsse das noch im Detail abgesprochen werden. Denn auch bei diesen Arbeiten sind die Zufahrtsstraßen gesperrt. Überlegungen gibt es auch seitens des Ortsteilbürgermeisters Thomas Rehbein (CDU), die Einbahnstraße Untertor aufzuheben. Auch ein Gespräch mit André Glahn steht noch aus, inwieweit die Lkw den Edeka noch beliefern können. Die Kunden würden den Markt über die Apothekergasse beziehungsweise die Dr.-August-Hübenthal-Straße erreichen.

Im dritten und letzten Bauabschnitt steht die Erneuerung des Kreuzungsbereiches an. „Die Verkehrsführung in Richtung Duderstadt/Leinefelde aus Richtung Kirchworbis leiten wir über den neuen südlichen Fahrstreifen zur Breitenbacher Straße weiter und über die Ortsumfahrung“, erklärt Planungsleiter Winfried Ludolph. Der Verkehr in Richtung Kirchworbis wird über die Breitenbacher Straße und Industriestraße in den Hausener Weg zur Nordhäuser Straße geleitet. Winfried Ludolph versichert aber, dass auch die Umleitung über den Wirtschaftsweg ausgeschildert bleibt, damit nicht der gesamte Verkehr durch den Hausener Weg geführt wird.

Der Planungschef betont, dass die Nordhäuser Straße schon erhebliche Fahrbahnschäden aufweist. „Wenn sich diese Schäden verschlimmern, ist der Aufwand noch viel größer.“ Deshalb appelliert er hinsichtlich der Baumaßnahmen an das Verständnis der Worbiser.

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