Hornmeister Peter Fruntke wird Ehrenbürger von Anrode

Anrode.  Peter Fruntke aus Bickenriede hat sein Leben den Jagdhornbläsern verschrieben und verbindet damit Generationen.

Der Leiter der Jagdhornbläsergruppe, Peter Fruntke, vor dem Kloster Anrode – dem Namensgeber der Gemeinde.

Der Leiter der Jagdhornbläsergruppe, Peter Fruntke, vor dem Kloster Anrode – dem Namensgeber der Gemeinde.

Foto: Alexander Volkmann

Der Leiter der Jagdhornbläser Anrode, Peter Fruntke, wird Ehrenbürger der Gemeinde Anrode. Das hat der Gemeinderat beschlossen. Der Verein war nach der Bildung der Einheitsgemeinde 1997 der erste, der den Namen Anrode annahm und trug zum Zusammenwachsen bei, so die Begründung. Das Orchester mache die Gemeinde zudem überregional, sogar international bekannt.

Peter Frunkte hat sich schon als Kind der Jagdmusik verschrieben. Die Verbindung der Natur mit der Musik wurde ihm durch seine Familie in die Wiege gelegt. Der Vater war ein passionierter Jäger. Mit elf Jahren trat er 1971 der damals neu gegründeten Jagdhornbläsergruppe Bickenriede bei und übernahm nach dem Tod des Gründers, Alexander Münch, 1986 die musikalische Leitung.

„Grüß Gott mit Hörnerklang, ein ganzes Leben lang – das ist sein Lieblingsspruch“, erklärt Vereinsmitglied Peter Krippendorf in einer Würdigung. Durch Engagement, Beharrlichkeit und musikalisches Können führte Fruntke die Jagdhornbläsergruppe zu vielen Höhepunkten, darunter der Auftritt 2015 im Petersdom in Rom. Ihm gehe es immer um die Mitmenschen. Seine Intention „Musik verbindet“ erfülle er mit Leben. In seiner bescheidenen Art könne er Kinder und Erwachsene für die Jagdmusik begeistern. Er nutze die Musik, um unterschiedliche Lebensauffassungen und Einstellungen zu verbinden. Durch die Gestaltung der Hubertusmessen in evangelischen und katholischen Gottesdiensten würden Grenzen der Konfessionen überwunden. Dafür sei die Bläsergruppe weithin bekannt.

Am Montag wird Peter Fruntke 60. Eigentlich wollten die Jagdhornbläser ihrem „Hornmeister“ zu Ehren ein Programm gestalten, erklärt Krippendorf. Die Pandemie macht den Plan zunichte. Gratulieren wollen sie trotzdem: „Wir wünschen Gottes Segen und besonders Gesundheit, damit wir noch lange gemeinsam musizieren können.“