Im Eichsfeld ein Netzwerk von Tierschützern aufbauen

Worbis.  Der erste Tierschutzbruch im Alternativen Bärenpark Worbis bringt Gleichgesinnte an einen Tisch. Austausch und Kennenlernen waren das Ziel.

An der langen Tafel wurden beim Tierschutzbrunch nur vegetarische und vegane Speisen aufgetischt.

An der langen Tafel wurden beim Tierschutzbrunch nur vegetarische und vegane Speisen aufgetischt.

Foto: Gregor Mühlhaus

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Es war eine Premiere und dabei eine erfolgreiche. Zum Tierschutzbrunch im Alternativen Bärenpark in Worbis hatte das Organisationsteam Menschen eingeladen, die sich dem Tierschutz verbunden fühlen und aktiv etwas dafür tun. So waren knapp 40 Leute gekommen. Darunter unter anderen Vertreter vom Tierschutzverein Bad Sachsa, vom Naturpark Eichsfeld Hainich-Werratal, vom Tierheim „Wau Mau-Insel“, der Klein-und Wildtierhilfe Harz, des Vereins „Hoffnung für kleine Samtpfoten“, sowie des Tierschutzvereins Südharz Rottleberode. Die Mitarbeiter des Parks hatten im Service-und Informationszentrum vegetarische und vegane Gerichte aufgetischt.

Parkleiterin Sabrina Schröder zeigte sich am Sonntagvormittag glücklich über „so viel Resonanz“. Als Tierschützer stehe man oft allein auf weiter Flur. „Wenn man sich untereinander nicht kennt und nie gesehen hat, weiß man nicht, wen man bei einem Problem anrufen kann.“ Denen, die den Bärenpark noch nicht kannten, stellte Schröder dessen Wesen und Ziele vor.

Kennenlernen und Erfahrungen austauschen

Christopher Schmidt, der im Bärenpark für die Medien-und Pressearbeit zuständig ist, sagte, dass man ein Netz von Tierschützern aufbauen wolle. „Wir wollen uns kennen lernen, Erfahrungen austauschen und den ersten Schritt hin zu einer Zusammenarbeit machen, und zwar so, dass nicht jeder sein eigenes Süppchen kochen muss“.

Die Vertreter der Tierschutzorganisationen stellten sich anschließend vor. Irene Sander, Leiterin des Heiligenstädter Tierheimes, sagte, dass Tierschutz mehr denn je in den Fokus gerückt werden müsse. „Tierschutz geht nur mit Naturschutz und Umwelt einher.“ Dass man Menschen mit den gleichen Interessen an einen Tisch bekommt, sei äußerst positiv zu bewerten. „Weiter haben wir die Pflicht, den Tierschutz mit seinen Anliegen und Zielen an die nachfolgenden Generationen weiterzugeben, in der Hoffnung, dass auch diese sich vehement für das Wohl von Tieren einsetzten.“

Viele Menschen, denen Tierschutz am Herzen liegt

Wilhelm Roth aus Heiligenstadt hatte sich im Vorfeld die Frage gestellt, ob er beim Tierschutzbrunch dazu gehöre. Nachdem er die ersten Eindrücke gesammelt hatte, könne er die Frage klar mit Ja beantworten. Vom Veterinäramt Eichsfeld war dessen Leiter Uwe Semmelrott anwesend, dem der Dialog zwischen all den Menschen, denen Tierschutz am Herzen liege, wichtig sei.

Thomas Keppler vom NABU Eichsfeld berichtete vom Projekt „Schwalben willkommen“. Er sprach nicht nur vom Schwalben-und Eulenfreundlichem Haus des NABU, sondern informierte, dass man in diesem Jahr wieder 3000 Amphibien von der Straße und somit vor dem Tod gerettet habe.

Tierschutzvereine berichten von ihrer Arbeit

Mehrere Mitglieder des Tierschutzvereins Rottleberode stellten ihre Arbeit vor: „Wir sind oft Einzelkämpfer und erhoffen uns von der Veranstaltung heute eine ganze Menge. In Rottleberode bauen wir einen kleinen Gnadenhof auf. Wir haben dort Ziegen, Ponys und auch Schweine, die niemand will“. Magnus Duda von der „Wildvogelhilfe“ aus Hilkerode berichtete, dass er und seine Mitarbeiter in diesem Jahr bereits 600 Wildvögel aufgenommen und gepflegt hätten. Bei der Vereinsgründung im Jahr 2016 seien es nur 70 Tiere gewesen. „Es handel sich um Jungvögel, Sanierungsopfer und Opfer von Verkehrsunfällen“.

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