Kirmes in Teistungen folgt einem festen Ablaufplan

Teistungen  Der Kirmestermin wurde von November auf Ende September vorverlegt. Sonntagnachmittag gibt es ein buntes Treiben für Jung und Alt. Ein Bayrischer Tag bildet den Ausklang.

Gruppenbild der Teistunger Kirmesburschen bei einem Bayrischen Tag.

Gruppenbild der Teistunger Kirmesburschen bei einem Bayrischen Tag.

Foto: Burschenverein

Die Kirmes in Teistungen hat ihre ganz eigene Geschichte. Die von 1722 bis 1726 erbaute Kirche wurde am 6. November 1791 auf das Patronat des heiligens Andreas geweiht. Da dessen Namenfest auf den 30. November fällt, wurde die Kirmes folgerichtig alljährlich am letzten Sonntag im November gefeiert. Natürlich konnte man dann nicht mehr auf ordentliches Kirmeswetter hoffen. In den 60er-Jahren beschloss der Kirchenvorstand daher, die Kirmes vorzuverlegen auf den letzten Sonntag im September. Immerhin bildete die Kirmes das größte Volksfest in Teistungen. Pfarrer Kowallik ist es zu verdanken, dass im Jahre 1983 die Kirmesburschenschaft gegründet wurde. Die Kirmesburschen, festlich gekleidet, übernahmen auch die organisatorische Leitung auf dem Festplatz.

Der Kirmesablauf folgt seinen eigenen Traditionen. Dem Zug der Kirmesbuschen von der Pfarrei zur Kirche unter Glockengeläut mit Blasmusik und dem Ausgraben der Kirmes samstags um 19 Uhr schließt sich das Setzen des Kirmesbaumes an. Der Tag endet dann mit einem Tanzabend. Der Sonntag beginnt mit einem Festgottesdienst, in dem die Kirmesburschen die liturgischen Dienste übernehmen. Nach dem Kirmesamt gibt es vor der Kirche ein Ständchen, dem ein musikalischer Frühschoppen folgt. Am Nachmittag werden Ständchen gebracht, während auf dem Festplatz das bunte Treiben beginnt. Der Tag endet mit der Beerdigung der Kirmes. Der Montag beginnt mit einem Gedenkamt für alle Verstorbenen und Gefallenen der Gemeinde. In diesem Jahr wird beim anschließenden Bayrischen Tag erstmals die „Original Ecklingeröder Blasmusik“ für die Unterhaltung sorgen. Nach dem Bayrischen Tag mit Schlachteessen, Stuhlreiten und Brezeln klingt die Kirmes aus. Am Dienstag sind dann das Aufräumen und die Auswertung der Festtage angesagt.

Derzeit gibt es 18 Kirmesburschen. In diesem Jahr gab es drei Austritte und ein neuer Bursche kam hinzu. An den vier Samstagen vor der Kirmes erfolgen Arbeitseinsätze zur Vorbereitung. Da werden zum Beispiel Plakate ausgefahren und geklebt. Aber die Burschen kümmern sich auch um die Pflege des Kirchenumfeldes.

Am Freitag, 27. September, ist ab 21Uhr Freaky Friday 3.0 mit den Estanas und Oliv3r H. Am Samstag ist um 18 Uhr der Gang zur Kirche mit anschließender Ausgrabung der Kirmes und Baumstellen und ab 20 Uhr Kirmestanz mit den Thanas.

Das Festhochamt am Sonntag beginnt um 10.15 Uhr. Danach ist Frühschoppen mit dem Musikverein Berlingerode, ab 14 Uhr buntes Treiben für Jung und Alt, unter anderem mit Karussell, Hüpfburg und DJ Klaus, um 20 Uhr die Kirmesbeerdigung. Das Gedenkamt am Montag, 30. September, beginnt um 10 Uhr. Und ab 11 Uhr ist Bayrischer Tag.

Zu den Kommentaren
Im Moment können keine Kommentare gesichtet werden. Da wir für Leserkommentare in unserem Internetauftritt juristisch verantwortlich sind und eine Moderation nur während unserer Dienstzeiten gewährleisten können, ist die Kommentarfunktion wochentags von 22:00 bis 08:00 Uhr und am Wochenende von 20:00 bis 10:00 Uhr ausgeschaltet.