Klimaneutral für Heiligenstadt

Heiligenstadt  Eichsfeldwerke installieren kraftvollen Neuzugang im Heiligenstädter Fernwärmenetz auf der Sperberwiese.

Fit für die energetische Zukunft der Kurstadt ist dank eines neuen Motors das bisher größte Blockheizkraftwerk der Eichsfeldwerke.

Fit für die energetische Zukunft der Kurstadt ist dank eines neuen Motors das bisher größte Blockheizkraftwerk der Eichsfeldwerke.

Foto: Eichsfeldwerke

Das leistungsstärkste Blockheizkraftwerk (BHKW) der Unternehmensgruppe Eichsfeldwerke produziert jetzt mehr als die Hälfte des Fernwärmebedarfs der Heiligenstädter Innenstadt klimaneutral aus nachwachsenden Rohstoffen. Darauf sind die Mitarbeiter der Eichsfeldwerke in diesen Tagen stolz.

Nach fast 50.000 zuverlässigen Betriebsstunden wurde jetzt nämlich das Herzstück im Heizkraftwerk auf der Sperberwiese, der Motor der Anlage, plan­mäßig ausgetauscht, berichtet Eichsfeldwerke-Unternehmenssprecherein Martina Adler. „Die hochmoderne Kraftwerkstechnik erzeugt Fernwärme und Strom komplett aus grüner Energie vom Feld“, erklärt sie. Diese Energie kommt wiederum aus „dem kleinen Körbchen“ bei Weißenborn-Lüderode. Dort betreiben die Eichsfeldwerke seit 2013 eine Biogaserzeugungs-, Biogasaufbereitungs- und -einspeisungsanlage, die sie nach der dortigen Flurbezeichnung liebevoll das „kleine Körbchen“ nennen.

Aus dem Biogas mit Erdgasqualität gewinnt jetzt die kompakte Anlage der Stadtwerke Heilbad Heiligenstadt GmbH (SWH), eine Beteiligung der Eichsfeldwerke, jährlich rund 8.500 Megawattstunden Strom und 9.200 Megawattstunden Wärme. „Das mit Biogas betriebene Blockheizkraftwerk arbeitet nach dem Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung“, erklärt Martina Adler. Das Prinzip sei eigentlich recht einfach: Ein Verbrennungsmotor treibt einen Generator an, der Strom erzeugt. „Die dabei gleichzeitig entstehende Abwärme wird nicht ungenutzt in die Umwelt abgegeben. Sie wird dem Fernwärmeversorgungssystem der SWH zugeführt“, heißt es von den Eichsfeldwerken. Dadurch werde der Brennstoff deutlich besser ausgenutzt. Der produzierte Strom wird vollständig in das Netz der Stadtwerke ein­gespeist.

„Schon mit der umfassenden Modernisierung des Heizkraftwerks im Jahr 2012 hat die Unternehmensgruppe Eichsfeldwerke ein klares Zeichen für eine hocheffiziente und umweltschonende Energieversorgung gesetzt“, erklärt Dirk Nehrkorn, Geschäftsführer der Stadtwerke Heiligenstadt. „Bereits seit der Inbetriebnahme des leistungsstarken Blockheizkraftwerk-Moduls Anfang 2013 decken wir fast 90 statt zuvor 35 Prozent des Fernwärmebedarfs unserer Kunden durch Kraft-Wärme-Kopplung ab“, so Nehrkorn weiter. „Wir erzielen durch den Einsatz von Biogas außerdem eine Einsparung von 7.500 Tonnen Kohlendioxid pro Jahr und leisten damit einen entscheidenden Beitrag zur Entlastung unserer Umwelt“.

Schon seit Jahren investieren die Eichsfeldwerke, ein kommunales Unternehmen des Landkreises Eichsfeld, in die Installation von Blockheizkraftwerken. Neben acht Modulen im Einsatz für die Fernwärmeversorgung in Heilbad Heiligenstadt, Dingelstädt und Niederorschel haben die Energiespezialisten der Gruppe bereits 31 dezentrale BHKW-Anlagen realisiert. „Fünf weitere werden in diesem Jahr noch folgen“, kündigt Martina Adler an.

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