Leinefelder Kirchenchor feiert 125-jähriges Bestehen

Leinefelde.  Dankgottesdienst, Rückblick in die Chorgeschichte und natürlich Gesang gehören zur Feier dazu.

Die Mitglieder des Leinefelder Kirchenchores "St. Cäcilia" gestalteten ihre Feier musikalisch.

Die Mitglieder des Leinefelder Kirchenchores "St. Cäcilia" gestalteten ihre Feier musikalisch.

Foto: Gregor Mühlhaus

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Die Mitglieder des Leinefelder Kirchenchores St. Cäcilia haben am Sonntag das 125-jährige Bestehen ihres Chores gefeiert. Der Tag begann mit einem Dankgottesdienst in der Kirche St. Maria Magdalena, den die Pfarrer Gregor Arndt und Joseph Beykirch zelebrierten. Dabei war auch Leinefeldes Altpfarrer Bertram Vogt, der eng mit dem Chor verbunden war. Beykirch sprach in seiner Predig über den Wertmaßstab des Chorgesangs. Dieser sei ein Bindeglied zwischen Kirchengemeinde und Gesellschaft. Lieder seien ein gesungenes Gebet.

Nach dem gemeinsamen Mittagessen kamen die 40 Chormitglieder und Gäste erneut in der Kirche zusammen, um in einer Präsentation, die Chorleiter Joseph Vockrodt vorbereitet hatte, auf das Chorleben zurückzublicken. Der Vorsitzende des Kirchenchores, Tobias Kreisel, betonte, dass die Geschichte des Chores eng verbunden sei mit der Geschichte Leinefeldes im Allgemeinen. Er verlas ein Grußwort von Pfarrer Bernhard Wehner, der bis vor wenigen Jahren in Leinefelde als Geistlicher gewirkt hatte.

Mit Chören entsteht Gemeinschaft

Schließlich ergriff Pfarrer Gregor Arndt das Wort und meinte, dass die Gründung eines Chores, die bis in das späte 19. Jahrhundert zurückreiche, auch immer einen Einschnitt in die musikalische Geschichte der Kirchengemeinde bedeute. Der große Wert einer Gemeinde sei, dass mit Chören Gemeinschaft entstehe, mit dem Ziel Gott zu lobpreisen. Arndt bezeichnete den Kirchenchor als gelungenes Projekt und zeigte sich sicher, dass dieser immer richtige Wege gegangen sei.

Zu ihrem Jubiläum sang der Chor zur Melodie des Liedes „Wem Gott will rechte Gunst erweisen“ einen umgedichteten Text. Anschließend übernahm Chormitglied Erika Hille die Moderation beim geschichtlichen Rückblick. Bereits im Jahr 1894 habe die Heiligenstädter Zeitung „Der Anzeiger“ von einem „wohlgeschulten Chor“ berichtet, der zu einem Silbernen Priesterjubiläum in Leinefelde gesungen habe.

An besondere Auftritte erinnert

Vermutlich, so Hille, habe es sich dabei schon um den Kirchchor gehandelt. Da ab 1926 auch Frauen im Chor mitsingen durften, habe sich dieser damals neu gegründet. Ein großer Tag im Chorleben sei das Sängertreffen in Beberstedt 1955 gewesen, bei dem die Leinefelder den ersten Platz errangen. Auch erinnerte man sich an die Auftritte zur Amtseinführung von Pfarrer Bertram Vogt 1976, an Priesterweihen im Erfurter Dom in den Jahren 1981 und 1984 und an die Grundsteinlegung der Kirche „St. Bonifatius“ in Leinefelde.

Einer der Höhepunkte sei sicherlich die Aufzeichnung einer ZDF-Sendung in Mackenrode 1997 gewesen. Auch beim Jubiläum „25 Jahre Stadt Leinefelde“ war der Chor aktiv. „Glaubensbekenntnis und Traditionsbewusstsein“ - so könne man die Maxime des Chores zusammenfassen, so die Seniorin, die mit dem Wirken von Joachim Apel, der von 1954 bis 1997 die Geschicke des Chores leitete, an eine der längsten Amtszeiten in der Geschichte des Kirchenchores erinnerte.

Karl Kühler kann auf fast sieben Jahrzehnte Chormitgliedschaft zurückblicken. „Früher haben wir in der Leinequelle geprobt. Die schönsten Momente in meiner Laufbahn waren die, wenn ich ein Solo in der Mozartmesse gesungen habe und es hat alles geklappt“, so der 85-Jährige. Nach Auftritten der Gastchöre ging der Tag bei einer Kaffeetafel zu Ende.

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