Lückenschluss auf wichtiger Verbindung

Birkungen.  Der nagelneue Rad-Gehweg zwischen Birkungen und Reifenstein ist offiziell eröffnet.

Der neu gebaute Radweg zwischen Birkungen und Reifenstein wurde durch den symbolischen Banddurchschnitt freigegeben. Die Kinder vom Birkunger Kindergarten St. Josef durften mit zur Schere greifen.

Der neu gebaute Radweg zwischen Birkungen und Reifenstein wurde durch den symbolischen Banddurchschnitt freigegeben. Die Kinder vom Birkunger Kindergarten St. Josef durften mit zur Schere greifen.

Foto: Eckhard Jüngel

Wieder ist ein wichtiger Lückenschluss im Eichsfelder und Thüringer Radwegenetz vollbracht. Der nagelneue Rad-Gehweg zwischen Birkungen und Reifenstein ist jetzt seiner Bestimmung übergeben worden. „Mit der Fertigstellung dieser Radwegverbindung zwischen Birkungen und Reifenstein wird für den Radfahrer eine sichere Verkehrsführung unter anderem zum Standort des Krankenhauses Reifenstein geschaffen“, betonte bei der offiziellen Freigabe Winfried Ludolph, Chefplaner und stellvertretender Leiter des Thüringer Landesamtes für Bau und Verkehr für die Region Nord. „Es ist sogar ein Modellprojekt.“

Gleichzeitig habe es mit dem Bau einen wichtigen Nebeneffekt gegeben: Im Zuge der Landesstraße ist damit eine Gefahrenstelle beseitigt worden. Auf dieser Straße wurde die gefährliche Doppelkurve entschärft. Während der siebenmonatigen Arbeiten ist aber nicht nur die Linienführung verbessert worden. Auch die Brücke über den Grießgraben wurde komplett erneuert, der Radweg neu gebaut, der Gehweg in Birkungen erneuert und nicht zuletzt eine Abwasserdruckleitung sowie eine Druckluftbegleitleitung entlang des neuen Rad-Gehweges installiert.

Die Baukosten beliefen sich auf insgesamt 2,295 Millionen Euro. Allein 860.000 Euro entfielen auf den neuen Rad-Gehweg. In diese Kosten teilten sich das Thüringer Landesamt für Bau und Verkehr mit 430.000 Euro, die Stadt Leinefelde mit 149.000 Euro und die Gemeinde mit 281.000 Euro. Die Anteile von Stadt und Gemeinde wurden zudem noch einmal mit 90 Prozent gefördert. Los ging es am 10. April dieses Jahres. In die Landesstraße 1032 zwischen Birkungen und Reifenstein wurden 736.000 Euro investiert, davon entfielen allein 188.000 Euro auf die Brücke über den Grießgraben. Die Straße wurde auf 350 Metern ausgebaut, der Radweg dagegen auf einer Länge von 2,1 Kilometern. Gleichzeitig wurde auch ein Umweltbeitrag geleistet, da umfangreiche Amphibienleiteinrichtungen unter der Straße langgeführt worden sind.

„All das aber ist nur möglich geworden, weil die Außenstelle Worbis des Amtes für Flurneuordnung gute Arbeit geleistet hat“, so Winfried Ludolph. Mit der Neuordnung konnten die notwendigen Grundstücke zügig erworben werden. „Das hat bei unserem Vorhaben eine große Rolle gespielt.“ Birkungens Bürgermeister Michael Apel (CDU) war sichtlich glücklich.

„Ja, dieser Radweg nach Reifenstein war ein langgehegter Wunsch“, erklärte er. „Das ist jetzt wie ein Weihnachtsgeschenk.“ Mit der neuen Trasse könne man viel gefahrloser nach Reifenstein gelangen, auch sei somit eine zweite Umfahrung für den Ohnestau geschaffen worden. Genau das sah auch der stellvertretende Landrat Gerald Schneider so. Der neue Radweg sei ein wichtiger Schritt zur Erschließung des Stausees im Zuge der Landesgartenschau 2024. „Das bringt die Menschen zueinander und an den See.“

Nicht zuletzt verlieh auch Birkungens Pfarrer Karl-Josef Wagenführ seiner Freude über das gelungene Bauwerk Ausdruck, ehe er die Einsegnung vornahm. Und dann zückten die Kindergartenkinder die Scheren, um das neue Bauwerk offiziell freizugeben.

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