Neuerhagen in Gernrode ist wieder für den Verkehr freigegeben

Gernrode  460 Meter langer Abschnitt grundhaft saniert. Straße wird zur Gemeindestraße herabgestuft. Für Lkw bleibt die Sperrung bestehen

Oliver Thiele vom WAZ (links) und Bürgermeister Gerhard Hellrung zerschnitten das Band.

Oliver Thiele vom WAZ (links) und Bürgermeister Gerhard Hellrung zerschnitten das Band.

Foto: J. Braun

Dass die Feuerwehr in Gernrode den Zugang zur Straße Neuerhagen am Freitagnachmittag versperrte, bedeutete kein Unglück, sondern das Gegenteil. Der 460 Meter lange Abschnitt der Straße Richtung Breitenholz war nämlich fertig saniert und kein Auto sollte bei dem freudigen Ereignis, der offiziellen Eröffnung, stören.

Nach 14 Monaten war die Straße grundhaft saniert und damit von einer Landes- direkt zu einer Gemeindestraße abgestuft. Bürgermeister Gerhard Hellrung (CDU) konnte sich in diesem Zusammenhang eine Kritik an der Landesregierung nicht verkneifen. „Alle reden von der Stärkung des ländlichen Raumes, aber was macht man? Das Land entledigt sich solch wichtiger Verkehrswege und stiehlt sich aus der Verantwortung“, sagte er. „Die Kommunen haben dann die Straßen zu unterhalten, bis hin zum Winterdienst, bekommen aber keinen Cent aus der Kfz-Steuer, sondern müssen ins Gemeinde-Säckel greifen.“ Das Geld fehle dann aber an anderer Stelle.

1,8 Millionen Euro hat das Gesamtprojekt gekostet. 910.000 Euro musste die Gemeinde übernehmen. Förderung gab es vom Kommunalen Straßenbau und auch für die Bushaltestelle. Die restlichen 920.000 Euro entfielen auf den Wasser- und Abwasserzweckverband Eichsfelder Kessel (WAZ). Dessen Geschäftsleiter Oliver Thiele bedankte sich ebenso wie der Bürgermeister und Franz Rohmund, Leiter des Thüringer Landesamtes für Bau und Verkehr Region Nord, bei allen beteiligten Firmen für ihre schnelle und saubere Arbeit sowie bei den Anwohnern für ihre Geduld. Die wurden innerhalb der Maßnahme auch an die Kläranlage Bernterode angeschlossen. Regenwasser- und der Schmutzwasserkanal kamen in die Straße.

Zu den Spekulationen zum Fortbestand der Straße hatte der Bürgermeister gute Neuigkeiten. Man habe sich mit der Stadt Leinefelde-Worbis einigen können. Der Pkw-Verkehr ist in beide Richtungen erlaubt, ebenso darf der Linienbus fahren. Nur für Lkw bleibt die Straße gesperrt. „Das hilft den Berufspendlern sowie vielen Schülern, die das Gymnasium besuchen. Die Bauern können ihre Felder bewirtschaften, und der Autobahnzubringer wird benutzt. Mit den beiden Engstellen wird der Verkehr beruhigt, und unsere Grundschüler haben einen sicheren Schulweg.“

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