Neues Stadteilbüro in Leinefelde: „Die Bewohner sind die Experten“

Christine Bose
| Lesedauer: 3 Minuten
Markus Friedrich leitet das neue Stadtteilbüros der Deutschen Angestellten-Akademie GmbH in der Leinefelder Käthe-Kollwitz-Straße 20.

Markus Friedrich leitet das neue Stadtteilbüros der Deutschen Angestellten-Akademie GmbH in der Leinefelder Käthe-Kollwitz-Straße 20.

Foto: Christine Bose

Leinfelde.  Neues Leinefelder Stadtteilbüro beginnt am 21. September mit Befragungen, was in der Südstadt gebraucht wird.

„Die Menschen, die in der Südstadt wohnen und arbeiten, sind die Experten in ihrem Stadtteil. Von ihnen möchten wir wissen, was hier gut und was hier schlecht läuft und welche Ideen für Veränderungen sie haben.“ So erläutert Markus Friedrich, Leiter des neuen Stadtteilbüros der Deutschen Angestellten-Akademie GmbH (DAA), das Vorhaben.

Bis vor Kurzem war die DAA in der Leinestadt ausschließlich bekannt als Partner für Ausbildung, Umschulung und Weiterbildung. Das Stadtteilbüro in der Käthe-Kollwitz-Straße 20 ist hinzugekommen; er und sein Team haben es am 1. August 2021 bezogen, als eine Anlaufstelle der Südstadt-Bewohner für alle Themen rund ums Wohnen und Leben im Stadtviertel.

Wer beispielsweise Beratung in Behördenangelegenheiten braucht, sich über die verschiedenen sozialen Dienste und ihre konkreten Hilfsangebote vor Ort informieren oder sich in seinem Wohnumfeld ehrenamtlich betätigen möchte, ist hier an einer guten Adresse.

Markus Friedrich nennt es ein Netzwerk, meint damit das Zusammengehen mit der Stadtverwaltung und den Trägern der Sozialarbeit. Nachdem er in den vergangenen Wochen bereits mit Bewohnerinnen und Bewohnern gesprochen hatte, entstand die Idee „Haustürbefragungen und Bewohnerversammlungen“, mit dem Ziel, möglichst viele Menschen zu erreichen, ihre Meinung kennenzulernen und sie gemeinsam an den sprichwörtlichen einen Tisch zu bringen.

Befragungen per Telefon, persönlich oder per E-Mail

Denn im Stadtteil auftretende Probleme sollen aus der Bewohner-Perspektive erfasst werden, das aktive Mitwirken der Menschen steht dabei im Vordergrund. Die Befragungen an den Türen beginnen am Dienstag, 21. September. Alle Vertreterinnen und Vertreter des Stadtteilbüros können sich ausweisen und auf Nachfrage ein Legitimationsschreiben vorweisen, bevor sie mit den von ihnen Besuchten ins Gespräch kommen.

Außerdem wurde damit begonnen, Aushänge mit den entsprechenden Ankündigungen in sämtlichen Hauseingängen anzubringen. Das betrifft alle Gebäude der Wohnungsbau- und Verwaltungs GmbH Leinefelde (WVL) und der Leinefelder Wohnungsbau-Genossenschaft eG (LWG). Wer sich gern beteiligen möchte, aber wegen Berufstätigkeit nur zu bestimmten Uhrzeiten zu erreichen ist, kann telefonisch oder per E-Mail einen Termin vereinbaren.

Sind die Befragungen im Oktober abgeschlossen, beginnt die Auswertung, gefolgt von Einladungen an die Bewohner zu Versammlungen. Diese Zusammenkünfte sollen dazu dienen, die Gesprächsergebnisse vorzustellen, die Vorschläge zur Gestaltung des Stadtteils und des Zusammenlebens zu diskutieren. Sicher werden nicht alle individuellen Wünsche einzelner Mieterinnen und Mieter erfüllt werden können.

Aber der Leiter spricht von einer Ideenschmiede und davon, dass konkrete Projekte entstehen, die von den Bewohnern gemeinsam angepackt werden, unterstützt und begleitet vom DAA-Stadtteilbüro. Dabei hofft er, für die Versammlungen möglichst keine Corona-bedingten Terminverschiebungen vornehmen zu müssen. Das Stadtteilbüro wird – so der gegenwärtige Stand – bis Ende 2024 geöffnet sein, eventuell länger.

Kontakt: Tel.: 0172 / 43 19 702, E-Mail: stadtteilbuero.leinefelde@daa.de

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