Niederorschel feiert 40 Jahre närrische Zeit

Niederorschel.  350 Gäste füllen bei der Jubiläumsgala des NCV die Lindenhalle und verfolgen das bunte Bühnenprogramm. Auch Gastvereine sind dabei.

Die Funkengarde der Vereins zog zu Beginn in den Saal und so startete der abwechslungsreiche Abend.

Die Funkengarde der Vereins zog zu Beginn in den Saal und so startete der abwechslungsreiche Abend.

Foto: Gregor Mühlhaus

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Das Jubiläum „40 Jahre Karneval in Niederorschel“ wurde am Samstagabend mit einer großen Gala gefeiert, die unter dem Motto „Vorhang auf und Bühne frei, seit 40 Jahren sind wir dabei“ stand. So waren 350 Gäste in die Lindenhalle gekommen, um ein viereinhalbstündiges Programm aus Musik, Tanz, Sketchen und Büttenreden zu erleben.

Mit einer Lasershow begann das närrische Programm, bevor der Elferrat und die Funkenmädchen einmarschierten. Nach dem Gardetanz begrüßte Sitzungspräsident Steffen Jünemann das Publikum. Die Haus-und Hofkapelle „Bartlos“ aus Nordhausen hatte eigens für den Abend und das Jubiläums ein Lied über das Narrenland Niederorschel einstudiert.

Grußworte vom Vizepräsident des Landesverbandes

Mit einer musikalischen Hommage an den Karneval im Ort machten die „Lustigen Sänger vom Ohnestrand“ weiter. Anschließend richtete der Vizepräsident des „Landesverbandes Thüringer Karnevalsvereine“, Christoph Matthes, Worte an das närrische Publikum, bevor mit Kalle (Karl-Heinz Pfützenreuter) ein echter Bauherr die Bühne betrat.

Kalle hatte in der Zeitung gelesen, dass eine Doppelhaushälfte zum halben Preis verkauft wird. Es gab aber Probleme mit der Bürgschaft, und dem, der die Bürgschaft unterschrieben hatte. Das Urgestein des Niederorscheler Karnevals trug seine Bütt auf Plattdeutsch routiniert vor und unterhielt die Leute aufs Feinste. Als sich Kalle dann auf den Weg nach Nordhausen gemacht hatte, weil er meinte, dass es dort „Tannhäuser“ gibt, war die Bescherung da. Statt eine Fertighausausstellung vorzufinden, liefen in dem großen Gebäude schwarz gekleidete Leute rum und er hörte etwas von Mozart und Schubert. Obendrein gab es in dem großen Raum einen Riesenvorhang, weshalb Kalle dachte, dass die aber große Fenster haben müssten.

Alle Prinzenpaare seit 1980 auf der Bühne

Nach der Bütt kamen alle Damen und Herren auf die Bühne, die seit dem Jahr 1980 Prinzenpaar waren. Jedes Paar erhielt vom Sitzungspräsidenten eine Flasche Champagner. Einer der ersten Höhepunkte des Abends war dann der Auftritt des „Alten Männerballetts“. In der Tat kamen die Herren etwas behäbig daher und schlürften in den Saal. Mit ihren übergroßen Zylindern zogen sie die Blicke des Publikums auf sich, bevor sie ein Tänzchen wagten, bei dem Überschläge und Spagat verständlicherweise fehlten.

Schließlich hatten Mitglieder der Gastvereine das Wort. Gekommen waren Abordnungen aus Kleinbartloff, Kirchworbis, Gernrode, Deuna, Bernterode, Hausen und Gerterode. Die „Ohnespatzen“ machten mit einem musikalischen Ausflug in die Welt der Schlager weiter und interpretierten dabei ihre eigenen Texte. So münzten sie auch einen bekannten Karnevalsslogan in „Orschel bleibt Orschel, wie es singt und lacht“ um.

Glückwünsche von örtlichen Vereinen

Gitarrist Erwin Hunold wurde obendrein als Gründungsmitglied des Orschler Karnevals begrüßt. Es folgte das „Mittlere Ballett“ des NCV. Was die jungen Damen boten, war vom Feinsten, hatten sie sich doch ein Musical-Medley ausgesucht. Die Hausener Gardemädchen nahmen die Gäste mit auf eine Reise, die vorerst nach Mallorca führte, bevor die örtlichen Vereine dem NCV Glückwünsche überbrachten.

Die Mädchen vom Sportverein Niederorschel ließen bei ihrem Tanzbeitrag Harry Potter lebendig werden und zeigten, wie es in der Hogwarts-Schule zugeht. Auch das Burschenballett Deuna und der Frauenelferrat des NCV, mit einem Flashmob, hatten ihren Auftritt. Schließlich quälten sich die hochbetagten Herren des Burschenballetts von Niederorschel mit ihren Gehhilfen auf die Bühne, bevor sich die Greise als völlig durchgeknallte Typen entpuppten. Die Beiträge der Damen des Hofballetts aus Bernterode und Joachim Windolph und seine Freunde bildeten den Abschluss des närrischen Programms.

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