Gemeinde Am Ohmberg investiert viel Geld in die Infrastruktur

Am Ohmberg.  Zu den Großprojekten in der Landgemeinde Am Ohmberg gehört das neue Bode-Sportzentrum in Bischofferode, doch auch andernorts wird investiert.

Bürgermeister Heiko Steinecke im neuen Bode-Sportzentrum in Bischofferode. Ende Juni soll es eingeweiht werden.

Bürgermeister Heiko Steinecke im neuen Bode-Sportzentrum in Bischofferode. Ende Juni soll es eingeweiht werden.

Foto: Sigrid Aschoff

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Viele Pläne haben Bürgermeister Heiko Steinecke (CDU) und sein Gemeinderat für 2020 für die Landgemeinde Am Ohmberg geschmiedet und bereits einige Förderanträge gestellt, unter anderem über die Dorferneuerung.

Ein Großprojekt, an dem die Arbeiten jetzt fortgesetzt und dessen Einweihung Ende Juni gefeiert werden soll, ist das neue Bode-Sportzentrum in Bischofferode. In unmittelbarer Nähe zur Regelschule und dem Jugendclub wird es gebaut. „Es ist ein Projekt der Landgemeinde und des Landkreises. Für den Schulsport soll die Anlage ebenso genutzt werden wie vom Sportverein Bischofferode, dem Jugendclub oder für die Jugendarbeit der Spielgemeinschaft Ohmberg/Sonnenstein“, sagt Steinecke. Zu 90 Prozent fertig sind mittlerweile die Anlagenbereiche, für die die Landgemeinde zuständig ist. Dazu gehören zum Beispiel der Kunstrasenplatz und eine Multifunktionsfläche mit Basketballfeld und Parkflächen. „Auch den Volleyballplatz wollen wir sanieren“, sagt der Bürgermeister. Rund 1,2 Millionen Euro nimmt die Landgemeinde für das Vorhaben, das zu 40 Prozent vom Land gefördert wird, in die Hand. Der Landkreis, der Laufbahn, Sprunggrube, Kugelstoßanlage und ein Spielfeld baue, investiere über 800.000 Euro. „Das Sportzentrum ist ein wichtiger Infrastrukturbaustein“, meint Steinecke, der nicht unerwähnt lässt, dass die neue Sportstätte auch der Nachbarlandgemeinde Sonnenstein zu Gute komme, denn Kinder von dort gingen in Bischofferode in die Schule und besuchten den Jugendclub.

Straßenausbau in Thomas-Müntzer-Siedlung

Nicht ganz so viel Geld, aber dennoch stattliche Summen sind auch für Projekte in anderen Ortschaften vorgesehen. Für 170.000 Euro soll in Neubleicherode die Bushaltestelle umgestaltet und barrierefrei werden. Neustadt bekommt für 20.000 Euro neue Begrüßungsschilder im Rahmen der Dorferneuerung, derweil für Bischofferode die Erweiterung der Toreinfahrt für die Feuerwehr beantragt ist. 40.000 Euro schlagen für diese Maßnahme zu Buche. In der Ortschaft gibt es ein weiteres Vorhaben, das dem Bürgermeister am Herzen liegt: der grundhafte Ausbau der Straße in der Thomas-Müntzer-Siedlung. Sie sei die schlechteste in der ganzen Landgemeinde, meint Steinecke. Als Gemeinschaftsaufgabe mit dem Zweckverband Eichsfelder Kessel soll die Umsetzung noch dieses Jahr angegangen werden. Kosten: rund 460.000 Euro. In Bischofferode in der Neuen Straße hat die Gemeinde außerdem einen Wohnblock mit über 20 Wohneinheiten. Diesen zu sanieren, ist Steinecke ebenfalls wichtig. „Wenn möglich, sollte er Fahrstühle bekommen.“ Mit der Erneuerung des Daches, der Balkone, von Fassade und Fenstern und einem Teil der Innenarbeiten würde das rund 1,5 Millionen Euro kosten. Ohne den Einbau der Fahrstühle schlügen um die 700.000 Euro zu Buche. Der Bürgermeister hofft bei diesen hohen Summen auf Fördermittel. „Mit Blick auf die Senioren und jungen Familien wäre es gut investiertes Geld“, meint der Bürgermeister, der die Sache gern dieses Jahr anschieben würde. Und da er gerade beim Thema Wohnen ist, macht er darauf aufmerksam, dass es in Bischofferode in der Aufbaustraße auch noch fünf Bauplätze gibt, die bereits im Frühjahr bebaut werden könnten.

Die Liste des Bürgermeisters ist damit aber noch nicht zu Ende. Für Hauröden sei auch schon ein Förderantrag gestellt. Dort soll für 60.000 Euro der Friedhof eine neue Einfriedung bekommen. In Großbodungen steht derweil die Sanierung des Schlauchturms der Feuerwehr an. In Wallrode ist das alte Feuerwehrgerätehaus an der Reihe und soll ein neues Dach, andere Fenster und eine ansehnliche Fassade bekommen. 30.000 Euro werden dafür in die Hand genommen. Für weitere 80.000 Euro wird dort die Haltestelle saniert.

Auf eine Finanzspritze hofft Steinecke für den Abriss des alten Sporthauses in Bischofferode. Dann wäre Platz für Parkflächen, und der Heimat- und Kirmesverein könnten einen Lagercontainer aufstellen. Verschwinden soll zudem eine Schrottimmobilie in Neustadt. In letztgenannter Ortschaft steht auch die straßenseitige Erschließung des Wohngebietes Steinfurt an, wo noch elf Bauplätze zu vergeben sind.

Wunschvorhaben Radweg auf alter Bahntrasse

Für 200.000 Euro soll für den Hauröder Bach zwischen Großbodungen und Hauröden ein neuer Durchlass gebaut werden. Fördermittel gibt es. „Wir können mit dem Projekt Umweltschutzforderungen in der Trinkwasserschutzzone II gerecht werden“, erklärt Steinecke. Und dann gibt es noch ein letztes Vorhaben, das er auf den Weg bringen will: den Rad-Fußweg auf der alten Bahntrasse zwischen Großbodungen und Bischofferode. Die knapp vier Kilometer lange Strecke wäre ein Ringschluss und wichtig für die Landgemeinde und den Tourismus. Dass nicht überall und in allen Ortschaften gleichermaßen investiert werden kann, weiß der Landgemeindechef. „Es gibt noch viel zu tun. Schritt für Schritt werden wir die Projekte angehen. Und mit der Dorferneuerung können wir einiges bewegen“, sagt er.

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