Projekt Fairteiler-Regal in Heiligenstadt gestartet

Heiligenstadt  Der neue Sozialausschuss schaut sich am Abend nach der Sitzung das Experiment auf dem Marktplatz an und wird mit Möhren beschenkt. Hier können nicht benötigte Lebensmittel abgelegt und von anderen mitgenommen werden.

Katharina Pätzold, Eli Sondermann und Ivonne Gebhardt-Vasterling haben die ersten Lebensmittel ins Fairteiler-Regal am Heiligenstädter Marktplatz gepackt.

Katharina Pätzold, Eli Sondermann und Ivonne Gebhardt-Vasterling haben die ersten Lebensmittel ins Fairteiler-Regal am Heiligenstädter Marktplatz gepackt.

Foto: Silvana Tismer

Still und leise hat der Bauhof der Stadt Heiligenstadt das kleine Fairteiler-Regal am Montag auf dem Heiligenstädter Marktplatz aufgebaut. Es steht genau neben der Bushaltestelle am Fuße des kleinen Informationshäuschens. „Ja, es ist klein“, gibt Eli Sondermann zu. „Wir wollen ja erst einmal klein anfangen.“ In einem Korb hat sie überzählige Lebensmittel mitgebracht. Katharina Pätzold sortiert kleine Konservendosen ein. Und so sind die Fächer schon einmal mit Zucchini, Äpfeln, Pflaumen und anderen Kleinigkeiten gefüllt. Das Bund Möhren aber ist am Abend für einen anderen Zweck gedacht. Katharina Pätzold ist Stadträtin, Eli Sondermann sachkundige Bürgerin im Heiligenstädter Sozialausschuss. Und da es ja ein kleines soziales Projekt ist, haben sich die beiden vom Initiatorenkreis dafür entschieden, den Starttag des Fairteiler-Regals auf den Termin der ersten Sozialausschusssitzung der neuen Legislatur zu legen. Am Ende der Sitzung lud Eli Sondermann am Abend die Ausschussmitglieder ein, kurz das Fairteiler-Regal einzuweihen. Und jeder der wollte, bekam eine Möhre und ein gemaltes Bild des stilisierten Möhrenkönigs. „Schließlich sind wir ja in Heiligenstadt“, sagt Eli Sondermann. Die Idee sei gut, waren sich die Ausschussmitglieder einig.

Hintergrund der Idee war, dass zu viele Lebensmittel einfach weggeworfen würden, teils, weil sie den Geschmack nicht treffen, aber zum großen Teil auch, weil sie überzählig sind. Statt sie wegzuwerfen, können sie einfach zum Marktplatz gebracht und in das Fairteiler-Regal gelegt werden, wo sie andere Menschen kostenlos mitnehmen dürfen und dafür das nächste Mal selbst etwas spenden.

Wie es geht, das steht genau im Informationshäuschen über dem kleinen Regal beschrieben, also was hinein darf und was nicht, wie man sich die Aktion vorstellt. Seit April trägt sich die Initiativgruppe mit dem Gedanken, hat mehrere Treffen organisiert und Mitstreiter gesucht. Jetzt ist das Projekt gestartet. „Wir sind gespannt, wie es angenommen wird“, so Pätzold.

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