Radwegbau Birkungen-Reifenstein wird teurer

Leinefelde-Worbis   Hauptausschuss von Leinefelde-Worbis stimmt Mehrkosten für den Radweg zu und ist für eine Neuordnung des Autoparkens in Leinefelde und Worbis.

Die Landesstraße zwischen Birkungen und Reifenstein erhält einen neuen Verlauf. Im Zuge der Bauarbeiten entsteht ein Fuß- und Radweg. Fotos: Eckhard Jüngel

Die Landesstraße zwischen Birkungen und Reifenstein erhält einen neuen Verlauf. Im Zuge der Bauarbeiten entsteht ein Fuß- und Radweg. Fotos: Eckhard Jüngel

Foto: Eckhard Jüngel

Die Arbeiten laufen auf Hochtouren. Fast täglich sind Fortschritte rund um den Geh- und Radweg von Birkungen nach Reifenstein zu erkennen. Während dem Autofahrer vor allem die neue Straßenführung und die Ampeln auffallen, können sich die Radfahrer schon vom neuen Weg überzeugen. Auch die Inseln am Ortsaus- beziehungsweise –eingang von Birkungen und Reifenstein sind schon vorhanden, und geben Radfahrern und Fußgängern die Möglichkeit, problemlos die Straße zu überqueren. Außerdem dienen sie dazu, die Geschwindigkeit der Fahrzeuge zu reduzieren.

Und für diese Maßnahme, die vom Thüringer Landesamt für Bau und Verkehr, der Verwaltungsgemeinschaft Eichsfelder Kessel, dem Wasser- und Abwasserzweckverband Eichsfelder Kessel und der Stadt Leinefelde-Worbis gestemmt wird, beschließt der Hauptausschuss der Einheitsstadt am Montagabend einstimmig eine überplanmäßige Ausgabe in Höhe von 150.000 Euro. Der Grund seien „Änderungen der ursprünglichen Planung.“ Bauamtsleiter Stefan Nolte erklärt zum Geld, dass diese Summe „großzügig“ angesetzt sei. Man gehe davon aus, dass sich die Kosten auf 130.000 Euro belaufen. Die umfangreichen Baumaßnahmen werden zu 90 Prozent gefördert. In der Sachdarstellung für den Neubau von Straße und Radweg wird angegeben, es handele sich „um eine wesentliche Verbesserung der Verkehrssicherheit und eine damit verbundene Erhöhung der Verkehrsqualität für alle Verkehrsteilnehmer“.

Momentan arbeitet dort das Bauunternehmen Bauer aus Walschleben. Der Radweg von Birkungen nach

Reifenstein sei bereits zu zwei Drittel fertig gestellt, sagt Bauleiter Ingolf Schäfer. Bis Mitte der nächsten Woche sei auch der Asphalt auf Straße und Gehweg vollständig aufgebracht. Anschließend würden die Arbeiten rund herum anstehen – Leitpfosten schlagen und das Bankett einrichten, also den Streifen neben der eigentlichen Fahrbahn. Zudem werden die Leiteinrichtungen für Amphibien mit den vier vorhandenen Tunneln verbunden. Der Bauleiter meint, dass die Arbeiten im November abgeschlossen werden und Straße und Radweg offiziell eröffnet werden können. Das zumindest habe er Winfried Ludolph vom Thüringer Landesamt für Bau und Verkehr versprochen.

Ein weiterer wichtiger Punkt im Hauptausschuss der Einheitsstadt ist die Neufassung der Gebührenordnung zur Erhebung von Parkgebühren. Als Begründung sagt Ordnungsamtsleiter Günther Fiedler, dass die vorhandenen Geräte etwa 25 Jahre alt seien. Hinzu komme, dass die Automaten mehrfach aufgebrochen werden und es kaum noch Ersatzteile gebe und die Reparatur sehr teuer sei. Deshalb plant die Stadt die Neuanschaffung von Automaten, und in diesem Zuge gibt es eine neue Satzung.

In der Leinefelder Bahnhofstraße sollen hauptsächlich Kurzparkzonen ermöglicht werden. Zudem soll erstmals hinter dem Worbiser Rentamt ein Parkscheinautomat aufgestellt werden. Der Worbiser Ortsteilbürgermeister Thomas Rehbein (CDU) leitet die Ausschusssitzung und erklärt, dass dieser Parkplatz zu etwa zwei Dritteln von Mitarbeitern des Klinikums genutzt werde. Dadurch hätten Besucher des Krankenhauses oder des Rentamtes kaum die Möglichkeit, dort einen Platz zu finden. Weiter erklärt Günther Fiedler, dass es zwei Parkzonen geben wird: Parkzone eins in der Leinefelder Bahnhofstraße und hinter dem Rentamt in Worbis für Kurzparker und Parkzone zwei vor dem Bahnhof Leinefelde für Langzeitparker. Dieser Beschluss wird mehrheitlich durch die Ratsmitglieder gefasst. Während vier Mitglieder des Ausschusses dafür stimmen, enthält sich die AfD.

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