Rock’n’Roll, Swing und Jazz im Bernsteinsaal

Leinefelde.  Stehende Ovationen und großartige Melodien im Bernsteinsaal der Eichsfelder Musikschule.

Die Nachwuchssaxofonisten widmeten einen Abend im Bernsteinsaal der Vielfalt des Saxophons. Es gab stehende Ovationen.

Die Nachwuchssaxofonisten widmeten einen Abend im Bernsteinsaal der Vielfalt des Saxophons. Es gab stehende Ovationen.

Foto: Gregor Mühlhaus

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Zum feierlichen Anlass hatte man sich schick gemacht. Nicht nur die Gäste im Bernsteinsaal der Musikschule in Leinefelde kamen festlich gekleidet, sondern auch die Musiker bestachen zum besonderen Abend, der unter dem Motto „Saxofon – Liebe und Begeisterung“ stand, in schwarzen Anzügen, weißen Hemden mit roten Fliegen. Dass das Saxofon 2019 zum Instrument des Jahres auserkoren worden war, nahm Musiklehrer Wolfgang Busse aus Worbis, der ein Septett anführte, zum Anlass, einen Abend mit ausgesuchten Saxofonmelodien zu gestalten. Los ging es mit dem Swing-Titel „Sonnymoon for two“ von Sonny Rollins. Mit Hilfe rhythmischer Unterstützung durch Bass- und Pianoklänge kam gleich Big-Band-Atmosphäre auf. Busse verteilte Komplimente an alle, die gekommen waren. Immerhin hatte es 150 Leute zum vorweihnachtlichen Abend gezogen. Das Saxofon, so der Musiker, sei das tollste Instrument überhaupt.

Mit Marius Otto aus Gernrode, Linus Wehling aus Beuren, Jonathan Awuah aus Duderstadt, Frederic Krieter aus Heiligenstadt und den Birkungern Lorenz Knauft und Jeremias Nentwich hatte Busse sechs ambitionierte junge Saxofonisten an seiner Seite, die zeigten, dass sie zu den besten Nachwuchskräften der Musikschule zählen. Wie Busse informierte, wird am 25. Januar in Sonneberg ein Saxofonquintett das Eichsfeld beim Regionalwettbewerb „Jugend musiziert“ vertreten. Unter dem Namen „Fünf Saxofon Brüder Etzelsbach“ wollen die Jugendlichen dann möglichst viele Punkte holen.

Das Programm für den Wettbewerb präsentierten die Musiker am Freitag dem Publikum schon einmal exklusiv. „The Pink Panther“ von Henry Mancini spielten Busse und Otto gemeinsam, bevor es nach New Orleans ging, dem Mekka des Blues und Jazz. So sang Busse auf den Titel „Chicago“ den umgedichteten Text „Im Eichsfeld ist es so schön“. Gute Musiker seien ein Geschenk Gottes, blickte der Musiklehrer auf seine Schützlinge und kündigte anschließend lateinamerikanische Rhythmen an. So folgte der Ohrwurm „Classical Gas“ von Mason Williams. Der Saxofonlehrer ließ wissen, dass im Jahr 2000 der Verkauf von Saxofonen weltweit um 30 Prozent stieg, weil mit Bill Clinton ein eingefleischter Saxofonist Präsident der USA wurde.

Schließlich stellte Busse die Sängerin Maria Pönicke vor. Sie präsentierte den Titel „Smooth Operator“ von Sade. Der Klassiker „Manhatten“ folgte, bevor Busse und Lorenz Knauft das Stück „Sing, Sing, Sing“ spielten. Beim Titel „Straight Mama Straight“ swingte Lorenz Knauft durch den Saal. Am Ende gab es stehende Ovationen.

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