Schaugarten Schönhagen siegt beim Thüringer Biopreis

Schönhagen/Erfurt.  Kuhmuhne beim Thüringer Biopreis für das außergewöhnliche Konzept der Sortenbewahrung ausgezeichnet

Karin Weng und Petra Hesse (rechts) von der Kuhmuhne Schönhagen im Eichsfeld nahmen bei der Verleihung der Thüringer Bio-Preise am Samstag in Erfurt den 1. Platz der Kategorie „Konzept“ entgegen.

Karin Weng und Petra Hesse (rechts) von der Kuhmuhne Schönhagen im Eichsfeld nahmen bei der Verleihung der Thüringer Bio-Preise am Samstag in Erfurt den 1. Platz der Kategorie „Konzept“ entgegen.

Foto: Ingo Glase

Richtig glücklich sind Karin Weng und Petra Hesse von der Kuhmuhne in Schönhagen. Die beiden durften am Samstag auf dem Erfurter Messegelände den Thüringer Biopreis entgegennehmen. In der Kategorie „Konzept“ holten sie sich den 1. Platz. Ihr Schaugarten mit Pflanzen aus vergangenen Jahrhunderten und fernen Ländern, Küchenkräutern, Heilpflanzen und Gemüsesorten hatte die Jury überzeugt.

Schaugarten gibt es seit 17 Jahren

Mehr als 300 nahezu vergessene und außergewöhnliche Gemüse-, Kräuter- und Blumensorten wachsen im 2003 eröffneten und kreisförmig angelegten Schaugarten. Dazu gibt es die Geschichte dazu und auch Geschichten drumherum. Entstanden ist der Schaugarten vor 17 Jahren mit Hilfe des Regionen-Förderprogrammes „Eichsfeld aktiv“. Die Besucher kommen inzwischen aus ganz Deutschland. Der Garten finanziert sich aus den Eintrittsgeldern, über Spenden und private Stiftungen.

Wie Kulturpflanzen nach Mitteleuropa kamen

Die Anlage zeigt in den Segmenten die Einführung vieler Kulturpflanzen nach Mitteleuropa in historischer Reihenfolge. Damit erleben die Gäste eine echte Zeitreise – von der Jungsteinzeit über das Mittelalter bis in die Gegenwart. Außerdem pflegt und erweitert der Schaugarten eine Eichsfelder Sortensammlung, um nicht nur die Pflanzen, sondern auch das Wissen zu ihnen zu erhalten.

Das Thüringer Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft (TMIL) hatte erneut diesen Wettbewerb ausgelobt. Landwirtschaftsminister Benjamin-Immanuel Hoff: „Mit dem Thüringer Biopreis zeichnen wir beispielgebende und innovative Leistungen der Thüringer Biobranche aus. Wir zeigen mit dem Wettbewerb, wie vielfältig, besonders und wertvoll die Bioprodukte und Dienstleistungen in Thüringen sind. Wir unterstützen damit die Anbieter und Anbieterinnen bei ihren innovativen Entwicklungen und erreichen, dass viele Menschen in unserem Land davon erfahren.“

Vielfalt und Besonderheit von Biobereich bekannt machen

Der Wettbewerb fand nach 2016 und 2018 zum dritten Mal statt. Wie bei den beiden Wettbewerben in den Jahren 2016 und 2018 bestehe das Ziel weiterhin darin, die Vielfalt und die Besonderheiten von Bioprodukten und Dienstleistungen im Biobereich herauszustellen und verstärkt bekannt zu machen.

In drei Kategorien konnten sich Anbieter bewerben: „unverarbeitetes Bioprodukt“, „verarbeitetes Bioprodukt“ und „Konzept für die Vermittlung der Werte des ökologischen Landbaus“. In letzterer, in der die Eichsfelder den 1. Preis holten, sollten solche Ideen prämiert werden, mit denen Kinder, Jugendliche oder Erwachsene für heimische Bioprodukte begeistert werden. Insgesamt war der Wettbewerb mit Preisgeldern in Höhe von 13.500 Euro dotiert.