Über 100 Schüler demonstrieren für Klimaschutz

Heiligenstadt.  Die erste Fridays-for-Future-Kundgebung in Heiligenstadt zieht vom Bahnhof bis zum Rathaus.

Erste Fridays for Future-Demo in Heiligenstadt. Über 100 Schüler trafen sich am Heiligenstädter Bahnhof und zogen von dort durch die Stadt zum Rathaus. 

Erste Fridays for Future-Demo in Heiligenstadt. Über 100 Schüler trafen sich am Heiligenstädter Bahnhof und zogen von dort durch die Stadt zum Rathaus. 

Foto: Eckhard Jüngel

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Aus allen Richtungen strömten Freitagvormittag junge Leute zum Bahnhofsvorplatz, um sich zur ersten Fridays-for-Future-Demonstration der Kreisstadt zusammenzuschließen. Von dort aus marschierten sie mit Transparenten über die Leinegasse und die Petristraße zum Marktplatz vor das Rathaus. Unter anderem skandierten sie: „Wir sind hier, wir sind laut, weil ihr uns die Zukunft klaut.“ Einen Lautsprecher transportierten sie auf einem Hänger, den sie per Hand zogen.

Einen Stopp gab es am Gebäude der Bergschule. Leo Kahlmeyer, einer der Organisatoren, mahnte dort an, dass auch das „heile, konservative“ Eichsfeld einer ungewissen Zukunft entgegengehe. „Auch hier auf dem Land ist der Klimawandel bereits spürbar“, sagte er. Deshalb habe man sich entschieden, nun auch in Heiligenstadt zu demonstrieren – trotz des Gegenwindes „derer, die sich in ihrer kleinen heilen Welt gestört fühlen“.

Bürgermeister Thomas Spielmann (BI) richtete am Markt das Wort an die Jugendlichen. Dabei sprach er drei Dinge an. Zunächst stellte er klar, dass es sich mitnichten um Schulschwänzer handele, sondern einige ihren beweglichen Ferientag nutzten, die anderen Freistellungen beantragt hatten. Er erwähnte zudem, dass einige Jugendliche am Freitag im Wald Bäume gepflanzt haben und er beides in Ordnung finde: Bäume pflanzen und demonstrieren.

Als drittes aber war es Spielmann wichtig, sich für „Erwachsene zu entschuldigen, die nicht zwischen Meinungsfreiheit und Hetze unterscheiden können“. Die Jugendlichen hatten im Vorfeld der Demo im Internet verbale Prügel einstecken müssen. „Das sind einige wenige, das ist nicht Heiligenstadt“, stellte Spielmann klar.

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