314 Verfahren nach verbotener Corona-Demo in Erfurt

Erfurt.  Derzeit läuft die Anhörungsphase mit den ermittelten Beteiligten der verbotenen Kundgebung am Domplatz in Erfurt. Den Demonstranten drohen Bußgelder in dreistelliger Höhe.

Die Polizei stoppte die Menge im Dezember an der Marktstraße in Erfurt und nahm nach mehrmaliger Warnung die Personalien auf.

Die Polizei stoppte die Menge im Dezember an der Marktstraße in Erfurt und nahm nach mehrmaliger Warnung die Personalien auf.

Foto: Holger Wetzel

Gegen 314 Teilnehmer einer verbotenen Kundgebung gegen Corona-Maßnahmen auf dem Erfurter Domplatz sind Ordnungswidrigkeitsverfahren in Gang gesetzt worden. Das hat Ordnungsdezernent Andreas Horn (CDU) bestätigt. Ihnen drohen Bußgelder in dreistelliger Höhe.

Die Stadt hatte die Kundgebung am 12. Dezember mit Verweis auf den Infektionsschutz untersagt. Dennoch versammelten sich rund 500 Demonstranten auf dem Domplatz.

Viele von ihnen versuchten, geschlossen durch die Innenstadt zu marschieren. Die Polizei stoppte die Menge an der Marktstraße. Nach mehrmaliger Aufforderung, den Ort zu verlassen, wurden die Personalien aufgenommen.

Derzeit läuft die Anhörungsphase. Angenommen werden 282 Verstöße gegen das Versammlungsverbot, die zum Teil mit Verstößen gegen die Kontaktbeschränkung (Strafe: 200 Euro) oder gegen die Maskenpflicht (Strafe: 60 Euro) verbunden gewesen sein sollen. Für Verstöße in Tateinheit werden Gesamtstrafen berechnet.

Zudem laufen Verfahren gegen 32 Menschen, die mit zwei Bussen zur Kundgebung anreisen wollten. Sie sollen gegen die Maskenpflicht verstoßen haben. Die Polizei hatte die Busse gestoppt und nach Aufnahme der Personalien der Insassen zur Autobahn eskortiert.