„Die Realität hat uns eingeholt“

Erfurt.  Vor der Partie beim Neunten Lichtenberg nimmt Thomas Brdaric seine Rot-Weiß-Spieler in die Pflicht.

Thomas Brdaric

Thomas Brdaric

Foto: Frank Stelnhorst / Frank Steinhorst-Pressefoto

Vor der Partie beim Neunten Lichtenberg nimmt Thomas Brdaric seine Rot-Weiß-Spieler in die Pflicht. „Wir brauchen eine kompakte, geschlossene Leistung. Jeder muss an seiner maximalen Leistungsfähigkeit nicht nur kratzen, sondern auch darüber hinausgehen. Wir müssen einfach 15 Prozentpunkte besser sein als der Gegner“, kündigte der Trainer vor dem Treffen am Sonntag beim Aufsteiger an (13.30 Uhr). Wohl wissend, dass der fünf Punkte und Plätze besser liegende Neuling kein gewöhnlicher ist. Der 44-Jährige erwartet eine eingespielte, erfahrene Mannschaft. Eine, die Fußball spielen will. Doch sie besitze auch Schwächen, die es zu nutzen gilt.

Der Schlüssel soll das Besinnen auf die eigene spielerische Stärke sein. Und der Glaube daran. „Die Mannschaft ist in der Lage dazu. Sie hat es in der Vergangenheit gezeigt“, stärkt der Coach den Spielerin den Rücken. Und er wirbt darum, ihnen trotz angespannter Lage und Platz 14 Zeit zu geben, sich zu entwickeln. „Wir sind vergangenes Jahr in einer Insolvenz gestartet. Platz fünf war über unseren Verhältnissen. Die Realität hat uns eingeholt“, erinnert der Ex-Profi an die Verjüngung der Mannschaft im Sommer.

Dass nach den beiden Niederlagen dennoch die Gefahr besteht, in einen Sog zu geraten, ist sich Brdaric gewahr. Genauso groß sei aber auch die Chance, in einen Fluss zu kommen. Das Ziel heißt einstelliger Platz. „Das geht nur durch harte Ar-beit, indem du kühlen Kopf bewahrst, Vertrauen aussprichst. Indem du gute Impulse setzt, aber auch noch mal im Winter nachlegst und den einen oder anderen Unterschied-Spieler holst“, sagt der Trainer. In Anbetracht der Lage spricht er vom Wunsch. Wie Geschäftsführer Michael Krannich bestätigte, sollen in Kürze Gespräche mit den Investoren dazu geführt werden. Den Markt beobachtet Brdaric schon. „Da gibt es sicher den einen oder interessanten Spieler“, lässt er durchblicken. Auch wenn die, die im Regionalliga-Fokus stehen, vertraglich gebunden seien – und die Mittel begrenzt sind. „Wir sind nicht im Wunschkonzert“, weiß er. Umso mehr nimmt er die in die Pflicht, die jetzt auf dem Platz stehen. In der Hoffnung auf die Initialzündung.

Lichtenberg – RWE, Sonntag 13.30 Uhr

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