Erfurt will den Künstlern unter die Arme greifen

Erfurt.  Für Soforthilfen sorgen Bund und Land. Doch auch die Stadt will ihren Teil beitragen und geht tolerant mit Fördermitteln um.

Oberbürgermeister Andreas Bausewein (links) und Kulturdezernent Tobias Knoblich wollen die Erfurter Künstler unterstützen.

Oberbürgermeister Andreas Bausewein (links) und Kulturdezernent Tobias Knoblich wollen die Erfurter Künstler unterstützen.

Foto: Marco Schmidt

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Künstler und freie Kulturschaffende in Erfurt sollen nicht nur durch die Soforthilfen von Bund und Land, sondern auch durch die Stadt unterstützt werden. Insbesondere werde bei Fördermitteln die Zwei-Monats-Frist ohne Zinsen ausgesetzt, in der das Geld normalerweise verbraucht sein muss, sagte Kulturdezernent Tobias Knoblich (parteilos) am Donnerstag. Alle aktuellen Infos im kostenlosen Corona-Liveblog

Konnte die Veranstaltung wegen Corona und demnach unverschuldet überhaupt nicht stattfinden, müssen die für die Vorbereitung verwendeten Fördergelder nicht zurückgezahlt werden. Verlegungen von Veranstaltungen ins nächste Jahr, wie bei den Bachwochen angedacht, oder ein geänderter Zuwendungszweck für Fördermittel würden in Einzelfällen und nach Absprache toleriert.

Das könne auch das Kulturelle Jahresthema betreffen, sagte Knoblich. Normalerweise müssen Fördergelder im jeweiligen Haushaltsjahr verbraucht werden.

„Den Menschen nach der Krise die Lebensfreude wiederbringen“

„Auch die Künstler sind systemrelevant“, betonte Knoblich. Ein Sonderbudget für Notfälle sei der Stadt zwar nicht möglich. Der Dezernent rief Betroffene aber dazu auf, Schadensfälle durch Corona an die Stadt zu melden. Das betreffe zum Beispiel gemeinnützige Vereine.

„Je mehr Beispiele wir über den Deutschen Städtetag weiter geben, desto effektiver können wir uns dafür einsetzen, dass Förderinstrumente von Bund und Land nachjustiert werden“, meinte Knoblich.

„Es müssen Lösungen gefunden werden“, fand auch Oberbürgermeister Bausewein. „Wir müssen den Menschen nach der Krise die Lebensfreude wiederbringen.“

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